60-jähriger Deutscher stürzt mit Mountainbike am Millstätter See – aufwendige Rettungsaktion
Ein Mountainbiker verunfallte am Südufer des Millstätter Sees auf einem Wanderweg, auf dem Radfahren verboten ist. Die Rettung erfolgte in schwierigem Gelände mit Bergrettung, Feuerwehrboot und Rettungshubschrauber.
Am 4. Juni 2026 gegen 20:20 Uhr war ein 60-jähriger deutscher Staatsbürger alleine mit seinem Mountainbike auf dem Slow Trail entlang des Südufers des Millstätter Sees unterwegs.
Der Slow Trail ist als Wanderweg ausgewiesen, Radfahren ist dort verboten. Aus bislang unbekannter Ursache verunfallte der Mann auf dem stark verwurzelten und teilweise nassen Wandersteig.
Er rutschte rund sechs Meter über nahezu senkrecht abfallendes und steiniges Gelände in Richtung Ufer ab. Rund zwei Meter vor der Wasserfläche des Sees blieb er liegen.
Der 60-Jährige erlitt schwere Verletzungen, konnte die Rettungskräfte aber selbst verständigen. In der bereits einsetzenden Dunkelheit fanden Polizeibeamte der Polizeiinspektion Spittal an der Drau den Verletzten in dem unwegsamen Gelände.
Für die Bergung wurde die Bergrettung Spittal an der Drau hinzugezogen. Da in dem dicht bewaldeten Gebiet kein geeigneter Landeplatz vorhanden war, wurde der Notarzt des Rettungshubschraubers RK1 direkt in das Boot der Feuerwehr Millstatt abgeseilt und anschließend mit dem Boot zum Verletzten gebracht.
Nach der notärztlichen Versorgung musste die Bergrettung mit einer Motorsäge einen Zugang zum Ufer freimachen. Danach wurde der Verletzte auf einer Schaufeltrage zum Boot der Feuerwehr Millstatt getragen.
In weiterer Folge wurde der 60-Jährige mit dem Boot zum Strandbad Millstatt gebracht. Von dort flog ihn der Rettungshubschrauber RK1 in das Klinikum Klagenfurt.
Im Einsatz waren ein Alpinpolizist, die Bergrettung Spittal an der Drau mit zehn Einsatzkräften, die Feuerwehren Seeboden und Millstatt mit 27 Einsatzkräften und zwei Booten, die Rettung Spittal mit drei Sanitätern sowie das Team des Notarzthubschraubers RK1.
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