2,966 Millionen Euro Schulden: Holzfirma in Reichenfels im Konkurs
Über die Zechner Lärchen-System-Holz GmbH in Reichenfels wurde ein Konkursverfahren eröffnet. Die Verbindlichkeiten betragen 2,966 Millionen Euro.
Über die Zechner Lärchen-System-Holz GmbH mit Sitz in St. Peter 54 in Reichenfels wurde am Landesgericht Klagenfurt ein Konkursverfahren eröffnet. Der Alpenländische Kreditorenverband nennt Verbindlichkeiten von 2,966 Millionen Euro.
Betroffen sind rund 44 Gläubiger. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es derzeit keine. Der Geschäftsbetrieb wurde bereits im November 2025 eingestellt. Eine Wiedereröffnung ist nicht angedacht, auch eine Sanierung plant die Schuldnerin nicht.
Lärchenholz und Leimbinder
Die Gesellschaft wurde im Mai 2017 gegründet. Handelsrechtlicher Geschäftsführer und Gesellschafter ist Herbert Zechner. Das Stammkapital ist zur Hälfte einbezahlt.
Die Schuldnerin befasst sich mit der Verarbeitung von Holz, insbesondere Lärchenholz. Im Wesentlichen wurden Lärchenleimbinder hergestellt.
Ursachen laut Antrag
Zu den Ursachen heißt es im Antrag: „Nach ersten wirtschaftlichen Erfolgen setzte im Anschluss an die Corona-Krise und aufgrund der gedämpften Baukonjunktur ein negativer Geschäftsgang ein. Hinzu kamen Schwierigkeiten mit Lieferanten und der Qualität des angelieferten Lärchenholzes, was zu Produktionsschwierigkeiten und Gewährleistungsfälle führte. In den Jahren 2024/2025 bemühte man sich um den Einstieg eines Investors, um das Unternehmen ‚auf gesunde Beine zu stellen‘. Dies scheiterte bedauerlicherweise, da sich die Wirtschaftssituation in Verbindung mit den Produktionskosten und Rohstoffpreisen nicht besserte. Somit wurde im November 2025 der Geschäftsbetrieb eingestellt und alle Dienstnehmer abgemeldet. Zusätzliche Bemühungen um die Übernahme des Gesamtunternehmens misslangen ebenfalls, sodass das Insolvenzverfahren einzuleiten war.“
Aktiva und Passiva
Die Passiva betragen 2,966 Millionen Euro. Aktiva sind in der Größenordnung von ca. 166.500 Euro vorhanden. Die Überschuldung errechnet sich daher mit rund 2,8 Millionen Euro.
Über den AKV können Gläubigerinnen und Gläubiger ab sofort ihre Forderungen einreichen.
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