Konkursverfahren über Petro Solutions GmbH in Linz eröffnet
Über Petro Solutions wurde in Linz ein Konkurs eröffnet. Der Betrieb läuft eingeschränkt weiter. Das Unternehmen beschäftigt niemanden.
Über das Vermögen der Petro Solutions GmbH ist am 21. Juli am Landesgericht Linz ein Konkursverfahren eröffnet worden. Das Unternehmen betreibt unter anderem Autobahnraststationen, Autohöfe und Tankstellen samt Nebenanlagen.
Die im Oktober 2010 eingetragene Gesellschaft war zuletzt für die Stiglechner-Gruppe tätig. Sie stellte unter anderem Kraftfahrzeuge zur Verfügung, wickelte Leasing-, Versorgungs-, Facility- und Reinigungsverträge ab und fungierte bei Tankstellenstandorten als Verrechnungsstelle für öffentliche Abgaben wie Wasser, Kanal und Müll.
Betrieb läuft eingeschränkt weiter
Der Betrieb ist eingeschränkt aufrecht. Dienstnehmer werden nicht beschäftigt.
Die Insolvenz führt die Schuldnerin im Wesentlichen auf die Insolvenzverfahren der Julius Stiglechner GmbH und der Stiglechner Tankstellen GmbH zurück. Bei der Umstellung von Vertrags- und Leistungsverhältnissen seien in ihrer Funktion als gruppeninterne Verrechnungsstelle erhebliche Abgrenzungs- und Abstimmungsschwierigkeiten entstanden. Mangels kurzfristig verfügbarer Liquidität stellte die Gesellschaft ihre Zahlungen ein.
135 Positionen auf der Gläubigerliste
Die Gläubigerliste umfasst 135 Positionen. Laut Bilanz zum 31. Dezember 2024 bestanden Verbindlichkeiten von 6.866.312,54 Euro. Dem stehen insbesondere Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen gegenüber. Deren Werthaltigkeit hängt laut Schuldnerin von der weiteren Abrechnung und teilweise vom Verlauf verbundener Insolvenzverfahren ab.
Einen abschließenden Überblick über Forderungen und Verbindlichkeiten gibt es derzeit nicht. Die Gesellschaft hat der formalen Schließung des Unternehmens bereits zugestimmt.
Zur Insolvenzverwalterin wurde Mag. Christina Rupprecht, Rechtsanwältin in Linz, bestellt. Forderungen können bis 15. September 2026 angemeldet werden. Die Prüfungstagsatzung ist für 29. September 2026 angesetzt. Forderungsanmeldungen sind bereits über den Alpenländischen Kreditorenverband möglich.
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