Totschnig präsentiert Entwurf für Wasserentnahmeregister
Der Entwurf sieht Meldungen großer Wasserentnahmen vor. Für den Flachgau sollen die Grundlagen zum Wasserverbrauch erneuert werden.
Beim zweiten Trinkwassergipfel präsentierte Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) einen Verordnungsentwurf für ein Wasserentnahmeregister. Der Entwurf wurde den Koalitionspartnern übermittelt.
Vorgesehen sind Meldungen ab einer Entnahme von 200.000 Kubikmetern pro Jahr oder 1.400 Kubikmetern täglich. Die Schwellenwerte richten sich an große Abnehmer aus Industrie und teilweise Landwirtschaft, nicht an private Poolbefüllungen.
Nach einer Umsetzung sollen die Entnahmen in einer zentralen Datenbank erfasst werden. Die bestehenden Wasserbücher würden dafür digitalisiert und zusammengeführt. Totschnig bezeichnete das Vorhaben als bisher größte Digitalisierung der Wasserwirtschaft.
Einen Termin für das Inkrafttreten nannte der Minister nicht. Mit Blick auf längere Trockenperioden und regional sinkende Grundwasserstände rief er die Bevölkerung zu einem sparsamen Umgang mit Wasser in den kommenden Wochen auf.
Bei der Nutzung habe die Trinkwasserversorgung Vorrang, danach folge die Lebensmittelversorgung. Totschnig verwies darauf, dass Wasserversorger Poolbefüllungen bei zu geringer Verfügbarkeit zeitweise untersagen können.
Für den Flachgau kündigte Agrarlandesrat Maximilian Aigner (ÖVP) an, die Datengrundlage zum Wasserverbrauch zu erneuern. Die bisherige Studie stammt aus dem Jahr 1995, obwohl die Einwohnerzahl in dem Gebiet in den vergangenen Jahrzehnten nahezu auf das Doppelte gestiegen ist und Betriebe sowie Pools hinzugekommen sind.
Zudem wird eine Zusammenarbeit westlicher Wasserversorger über Bundesländergrenzen hinweg erwogen. Lieferungen von Wasser in die östlichen Bundesländer waren beim Gipfel noch kein Thema.
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