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Vier Männer bei der Übergabe eines großen Schlüssels an der Lkw-Kontrollstelle

Die Büro- und Aufenthaltsräume wurden seit Anfang 2025 umfassend umgebaut und erweitert.

Der Um- und Ausbau der Lkw-Kontrollstelle Radfeld ist abgeschlossen. Am Mittwoch übergaben LHStv Philip Wohlgemuth und Verkehrslandesrat René Zumtobel die Schlüssel.

Die Büro- und Aufenthaltsräume wurden seit Anfang 2025 umfassend umgebaut und erweitert. Das Land Tirol investierte rund 3,5 Millionen Euro in die Adaptierung und Erweiterung, die im laufenden Kontrollbetrieb umgesetzt werden konnten.

Das Platzangebot im Gebäude wurde verdoppelt. Neu gibt es ein Carport für Polizeifahrzeuge, das bereits die Voraussetzungen für Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge erfüllt. Die Brückenwaage wurde generalsaniert, die Achslastwaage erneuert.

Das Projekt wurde nach dem klimaaktiv-Standard der Tiroler Nachhaltigkeits- und Klimastrategie umgesetzt. Dazu gehören eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und die Beheizung des Gebäudes mittels Wärmepumpe.

Kontrollen in Tirol

Lkw in technisch gefährlichem Zustand, übermüdete Lenkerinnen und Lenker sowie unsachgemäß gesicherte Ladung gefährden die Verkehrssicherheit auf Tirols Straßen. Engmaschige Lkw-Kontrollen stehen deshalb täglich auf der Agenda, um schwere Unfälle zu verhindern. Die Verkehrspolizei führt die Kontrollen durch, bei technischen Überprüfungen unterstützen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landes und der ASFINAG.

Die strengen Lkw-Kontrollen sind ein wesentlicher Bestandteil der Tiroler Transit-Maßnahmen. Kontrolliert wird an den Kontrollstellen der A 12 bei Radfeld und Kundl, an der A 13 Brennerautobahn sowie regelmäßig an Kontrollplätzen im Landesstraßennetz in allen Bezirken. Die Polizei leistete 2025 rund 87.000 Arbeitsstunden bei Lkw-Kontrollen und ahndete rund 68.000 Übertretungen. Darunter waren rund 1.300 Verstöße gegen das Nachtfahrverbot.

Für technische Kontrollen steht der mobile Prüfzug der ASFINAG an 150 Tagen im Jahr bereit. Mit dem transportablen Anhänger können Gewicht, Bremsfunktion und weiterer technischer Zustand von Lkw ortsunabhängig überprüft werden. Er ist beispielsweise in Musau, Nauders, Lienz, Nößlach und Going im Einsatz.

Notausfahrt bei Kundl in Bau

Die Kontrollstellen in Radfeld in Fahrtrichtung Deutschland und Kundl in Fahrtrichtung Innsbruck werden täglich aktiviert. Überkopfanzeigen leiten Lkw verpflichtend auf die Kontrollstelle aus. Nachdem einige Lkw in der Vergangenheit Ausfahrtshinweise übersehen und in gefährlichen Manövern rückwärts zur Ausfahrt zurückgesetzt hatten, wurde 2019 in Radfeld eine Notausfahrt errichtet.

Bei der Kontrollstelle Kundl wird derzeit ebenfalls eine Notausfahrt gebaut. Die Arbeiten sollen bis Oktober 2026 abgeschlossen sein. Die Kosten von rund 420.000 Euro tragen das Land Tirol und die ASFINAG je zur Hälfte.

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