Siebte US-Angriffsnacht im Iran beendet – Teheran droht mit Offensive
Nach der siebten Angriffsnacht der USA droht Teheran bei weiteren Schlägen binnen zwei bis drei Tagen mit umfassenden Offensivoperationen.
Die USA haben ihre siebte Angriffsnacht in Folge gegen Ziele im Iran abgeschlossen. Teheran droht für den Fall weiterer US-Schläge mit einer umfassenden Offensive.
Das US-Zentralkommando CENTCOM gab an, die Angriffe hätten um 19 Uhr GMT begonnen, das entspricht 22.30 Uhr im Iran. Ziel sei es gewesen, die militärischen Fähigkeiten des Iran weiter zu schwächen. Eingesetzt worden seien Kampfflugzeuge, Drohnen und Kriegsschiffe.
Nach CENTCOM-Angaben richteten sich die Angriffe gegen Überwachungsanlagen, militärische Logistik, unterirdische Waffenlager und maritime Fähigkeiten. Genannt wurden Jask, Sirik, Bushehr, Bandar Abbas, die Insel Qeschm, Ahvaz und Yazd.
Warnung aus Teheran
Der Berater des iranischen Obersten Führers, Generalmajor Mohsen Rezaei, erklärte, der Iran werde bei fortdauernden Angriffen die bisherige militärische Abschreckung hinter sich lassen. Binnen zwei oder drei weiteren Tagen sei das Land zu umfassenden Offensivoperationen bereit. Rezaei kündigte zudem eine stärkere Intensität der iranischen Angriffe an.
Teheran wirft Washington Angriffe auf zivile Infrastruktur und Kriegsverbrechen vor. Iranische Staatsmedien zeigten beschädigte Brücken und Bahnstrecken im Süden des Landes. Der Iran kündigte seinerseits Angriffe auf zivile Infrastruktur in den Golfstaaten an und warnte vor schweren humanitären Folgen.
Iran meldete zugleich Angriffe auf aus seiner Sicht mit den USA verbundene Ziele in der Region. Die Revolutionsgarden erklärten, in Bahrain ein Lager für US-Drohnen getroffen zu haben. Eine Bestätigung durch Washington gab es dafür nicht. Das iranische Militär beanspruchte außerdem Angriffe auf US-Ziele in Bahrain, Jordanien und Kuwait sowie auf Hangars, Abstellflächen und Treibstofftanks des Luftwaffenstützpunkts Sheikh Isa für sich.
Jordanien teilte mit, seine Luftabwehr habe am frühen Samstag zehn iranische Raketen über jordanischem Staatsgebiet abgefangen. Das Land meldete weder Opfer noch Schäden. In Bahrain wurden binnen weniger Stunden zum vierten Mal Warnsirenen ausgelöst. Das Innenministerium forderte die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren und einen nahe gelegenen Schutzort aufzusuchen.
Der frühere US-Militärberater Abbas Dahouk warnte, eine Störung der Schifffahrt durch Iran oder dessen Huthi-Verbündete in der Meerenge Bab al-Mandab würde den Konflikt erheblich verschärfen. Dies könne den Druck auf die Region, internationale Märkte und die USA erhöhen.
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