Checkpoint sexuelle Gesundheit in Klagenfurt startet ab Juli mit medizinischer Behandlung

Ab 1. Juli erweitert der Checkpoint sexuelle Gesundheit in Klagenfurt sein Angebot um Diagnostik und Therapie sexuell übertragbarer Infektionen. Das Zentrum entlastet das Klinikum Klagenfurt und ist das zweite seiner Art in Österreich.
Die Vorstellung der erweiterten Angebote erfolgte durch Gesundheitslandesrätin Beate Prettner gemeinsam mit Checkpoint-Leiter Günther Nagele, Dermatologin Lucia Oberleitner sowie Maximilian Miggitsch von der ÖGK. Damit reagiert Kärnten auf den europaweiten Anstieg sexuell übertragbarer Infektionen wie Gonorrhö, Syphilis und Chlamydien, nachdem das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten Defizite bei Testungen und Prävention identifiziert hatte.
Ab Juli 2026 eröffnet das Zentrum in der Klagenfurter Bahnhofstraße erstmals außerhalb eines Krankenhauses die Möglichkeit zu Beratung, Testung, Diagnostik und Therapie. Ziel ist es, Behandlungen unmittelbar einzuleiten und die Therapietreue zu verbessern. Etwa achtzig Prozent der Patientinnen und Patienten werden dadurch künftig das Klinikum Klagenfurt nicht mehr aufsuchen müssen.
Zwei wöchentliche medizinische Öffnungstage sollen mehr als zweitausend Kontakte pro Jahr ermöglichen. Die ärztlichen Leistungen sind mit der eCard nutzbar und werden über die Sozialversicherung abgerechnet. Investitionen in den Umbau sowie zusätzliches nichtärztliches Personal übernimmt der Kärntner Gesundheitsfonds, während für 2026 insgesamt 140.000 Euro und ab 2027 laufend rund 60.000 Euro jährlich veranschlagt sind. Ein Open House bot bereits Einblicke in die neuen Räumlichkeiten.
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