Erste Hilfe bei Sonnenstich: Symptome und Maßnahmen
Bild mit KI erstellt Ein Sonnenstich kann nach direkter Sonne auf Kopf und Nacken auftreten. Welche Symptome typisch sind, welche Maßnahmen helfen und wann ärztliche Hilfe nötig ist.
Ein Sonnenstich kann entstehen, wenn Kopf und Nacken längere Zeit direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Besonders häufig passiert das im Sommer beim Baden, Wandern, Sport, Arbeiten im Freien oder bei Veranstaltungen ohne ausreichenden Sonnenschutz. Typisch sind Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, ein heißer roter Kopf oder Nackenschmerzen. Wichtig ist dann: sofort aus der Sonne, Ruhe bewahren und den Kopf kühlen.
Was ist ein Sonnenstich?
Bei einem Sonnenstich reizt starke Sonneneinstrahlung den Bereich von Kopf und Nacken. Der Körper kann dabei überlastet reagieren, auch wenn die Körpertemperatur nicht immer stark erhöht ist. Genau deshalb wird ein Sonnenstich manchmal unterschätzt.
Gefährlich wird es vor allem, wenn Betroffene benommen wirken, erbrechen, starke Nackenschmerzen haben oder das Bewusstsein verlieren. Dann muss rasch medizinische Hilfe organisiert werden.
Typische Symptome bei Sonnenstich
Ein Sonnenstich kann sich direkt nach dem Aufenthalt in der Sonne bemerkbar machen, manchmal treten die Beschwerden aber auch zeitverzögert auf.
Häufige Anzeichen sind:
- starke Kopfschmerzen
- roter, heißer Kopf
- Schwindel
- Übelkeit oder Erbrechen
- Nackenschmerzen oder steifer Nacken
- Benommenheit, Unruhe oder Schläfrigkeit
- Kreislaufprobleme
- in schweren Fällen Bewusstseinsstörungen oder Bewusstlosigkeit
Erste Hilfe: Was tun bei Sonnenstich?
Bei Verdacht auf Sonnenstich zählt schnelles Handeln. Die betroffene Person sollte sofort aus der Sonne gebracht werden.
1. In den Schatten oder in einen kühlen Raum bringen
Die Person sollte nicht weiter in der Sonne bleiben. Am besten eignet sich ein schattiger, kühler und ruhiger Ort. Enge Kleidung kann gelockert werden.
2. Oberkörper leicht erhöht lagern
Betroffene sollten mit erhöhtem Kopf und Oberkörper ruhen. Das kann helfen, die Beschwerden zu lindern und den Kreislauf zu entlasten.
3. Kopf und Nacken kühlen
Kühle, feuchte Tücher auf Kopf, Stirn und Nacken können helfen. Wichtig: Sehr Kaltes sollte aber nicht direkt auf die Haut gelegt werden. Sanfte Kühlung ist besser als ein extremer Temperaturreiz.
4. Flüssigkeit anbieten
Ist die Person wach, ansprechbar und kann normal schlucken, sollte sie trinken. Geeignet sind Wasser, ungesüßter Tee oder elektrolythaltige Getränke. Bei Bewusstseinsstörungen darf nichts zu trinken gegeben werden.
5. Zustand beobachten
Verbessern sich die Beschwerden nicht oder verschlechtert sich der Zustand, sollte ärztliche Hilfe geholt werden. Bei Bewusstlosigkeit, Verwirrtheit, Krampfanfällen, anhaltendem Erbrechen oder starken Nackenschmerzen ist der Notruf notwendig.
Das österreichische Gesundheitsportal empfiehlt bei Verdacht auf Sonnenstich vor allem Kühlung des Kopfes, Ruhe und Flüssigkeitszufuhr. Auch das österreichische Sozialministerium nennt Schatten, Kopf- und Nackenkühlung, Trinken und gegebenenfalls ärztliche Abklärung als wichtige Maßnahmen.
Wann ist ein Sonnenstich ein Notfall?
Sofort medizinische Hilfe holen, wenn eines dieser Warnzeichen auftritt:
- Bewusstlosigkeit
- starke Benommenheit oder Verwirrtheit
- wiederholtes Erbrechen
- sehr starke Kopfschmerzen
- steifer Nacken
- Krampfanfälle
- Atemprobleme
- Verdacht auf Hitzschlag
- Beschwerden bei Babys, Kleinkindern, älteren Menschen oder geschwächten Personen
Ein Hitzschlag ist deutlich gefährlicher als ein Sonnenstich und kann lebensbedrohlich werden. Hinweise darauf können eine stark erhöhte Körpertemperatur, heiße trockene Haut, Bewusstseinsstörungen, Verwirrtheit oder Kreislaufversagen sein. In solchen Fällen muss sofort der Rettungsdienst verständigt werden.
Sonnenstich oder Hitzschlag: Wo liegt der Unterschied?
Ein Sonnenstich entsteht vor allem durch direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken. Die Beschwerden betreffen häufig Kopf, Nacken, Magen und Kreislauf.
Ein Hitzschlag betrifft den gesamten Körper. Dabei ist die Wärmeregulation gestört. Die Körpertemperatur kann stark ansteigen. Das ist ein medizinischer Notfall.
Einfach gesagt:
Sonnenstich: Kopf und Nacken waren zu lange direkter Sonne ausgesetzt.
Hitzschlag: Der ganze Körper ist überhitzt und kann die Temperatur nicht mehr ausreichend regulieren.
Wer ist besonders gefährdet?
Ein erhöhtes Risiko haben vor allem:
- Babys und Kleinkinder
- ältere Menschen
- Personen mit wenig Kopfhaar
- Menschen mit Kreislaufproblemen
- Personen, die zu wenig trinken
- Menschen, die lange im Freien arbeiten
- Sportlerinnen und Sportler
- Personen ohne Kopfbedeckung in direkter Sonne
Kinder sind besonders empfindlich, weil ihr Kopf im Verhältnis zum Körper größer ist und sie Hitze oft schlechter einschätzen können.
So lässt sich ein Sonnenstich vorbeugen
Die beste Hilfe ist Vorbeugung. Direkte Sonne auf Kopf und Nacken sollte möglichst vermieden werden.
Sinnvolle Schutzmaßnahmen sind:
- Kopfbedeckung tragen
- Nacken schützen
- Schattenpausen einlegen
- ausreichend trinken
- Mittagssonne meiden
- körperliche Anstrengung bei großer Hitze reduzieren
- Babys und Kleinkinder nie ungeschützt der Sonne aussetzen
- helle, luftige Kleidung wählen
Besonders bei Ausflügen, Badetagen, Festivals oder Sport im Freien sollte Sonnenschutz früh eingeplant werden.
Deine Meinung zu diesem Artikel?
Beitrag melden
Wähle einen Grund aus und beschreibe, was nicht passt oder neu dazugekommen ist.
Foto oder Video senden
Sende der Redaktion ergänzende Bilder oder ein Video zum Beitrag. Videos werden in der Redaktion geprüft und nicht automatisch veröffentlicht.



Kommentare
Die Reihenfolge berücksichtigt Likes, Dislikes, Antworten und Aktualität.
Öffne diesen Beitrag in der Nachrichten.jetzt-App und schreib Deine Meinung dazu.
Die App ist kostenlos für iPhone und Android verfügbar.
Am Laptop zeigt Dir der Button einen QR-Code für den passenden App-Store.