Graz startet WM-Kampagne gegen Sportwettsucht
Bild mit KI erstellt Graz startet Kampagne gegen Sportwettsucht zum WM-Beginn. Plakate, digitale Werbung und Social Media weisen auf Suchtrisiken hin und verlinken Beratungsstellen.
Die Stadt Graz hat eine Aufklärungskampagne gegen die Risiken von Sportwetten gestartet. Sie läuft rechtzeitig zum Beginn der Fußball-WM und soll auf die hohe Suchtgefahr aufmerksam machen.
Die Kampagne trägt den Titel „Wenn Sportwetten zur Sucht werden“. Sie nutzt Plakate, digitale Werbeflächen, Inserate und Beiträge in sozialen Medien.
Monika Lierzer, Leiterin der Fachstelle für Glücksspielsucht in der Steiermark, warnt vor der ständigen Verfügbarkeit über Smartphones und der Darstellung als harmloses Freizeitvergnügen. In Österreich gelten Sportwetten als einziges EU-Land nicht als Glücksspiel, sondern als Geschicklichkeitsspiel.
Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer von der KPÖ betont, dass es nicht darum gehe, den Spaß am Sport zu nehmen. Die Kampagne enthalte einen QR-Code, der zu einer Übersicht der psychosozialen Beratungsstellen in Graz führt.
Laut der Fachstelle gilt jeder sechste Mensch in Österreich, der Sportwetten betreibt, als suchtgefährdet.
Die Stadt investiert 10.000 Euro in die Maßnahme. Krotzer wiederholte die Forderung der KPÖ, Sportwetten gesetzlich als Glücksspiel einzustufen.
Die Kampagne läuft während der WM und soll sensibilisieren.
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