Hitzeaktionsplan Österreich: Wann er greift
Der Nationale Hitzeschutzplan Österreich und die Pläne der Bundesländer setzen bei Hitzewarnungen der GeoSphere Austria ein. Die Warnstufen beginnen bei gefühlten Temperaturen ab 30 Grad.
Der Nationale Hitzeschutzplan Österreich legt fest, welche Schritte Bundesebene, Bundesländer und GeoSphere Austria bei extrem hohen Temperaturen und Hitzewellen unternehmen. Er dient als Rahmen für zusätzliche Maßnahmen auf Landes-, Regional- und Gemeindeebene.
Wann der Plan greift
Die Aktivierung erfolgt über das nationale Hitzewarnsystem der GeoSphere Austria. Dieses stuft die Hitzebelastung auf Basis der gefühlten Temperatur ein und gibt Warnungen auf Bezirksebene aus.
Die vier Warnstufen lauten:
- Stufe 1 (grün): keine aktive Warnung bei gefühlter Temperatur unter 30 Grad.
- Stufe 2 (gelb): Vorsicht bei gefühlter Temperatur ab 30 Grad – leicht erhöhte Belastung.
- Stufe 3 (orange): Achtung bei gefühlter Temperatur ab 35 Grad – erhöhte Belastung.
- Stufe 4 (rot): starke oder extreme Belastung bei noch höheren Werten oder anhaltenden Hitzewellen.
Eine Hitzewelle liegt oft vor, wenn mehrere Tage hintereinander hohe gefühlte Temperaturen ohne ausreichende nächtliche Abkühlung auftreten. Ab den höheren Stufen koordinieren Behörden und Einrichtungen Schutzmaßnahmen.
Pläne auf Länderebene
Mehrere Bundesländer haben eigene Hitzeschutz- oder Hitzeaktionspläne. Beispiele sind der Wiener Hitzeaktionsplan, der Steirische Hitzeschutzplan, Pläne in Kärnten, Tirol und Vorarlberg sowie aktuelle Entwürfe in weiteren Ländern. Diese greifen bei den Warnungen der GeoSphere Austria und ergänzen den nationalen Rahmen mit regionalen Maßnahmen.
Praktische Hinweise für Betroffene
Bei ausgelösten Warnungen empfehlen die Pläne, körperliche Anstrengungen zu vermeiden, Räume tagsüber abzudunkeln und nachts zu lüften sowie ausreichend zu trinken. Besonders gefährdete Gruppen wie ältere Menschen, Kleinkinder und chronisch Kranke stehen im Fokus der Maßnahmen.
Das kostenlose Hitzetelefon der AGES unter 0800 880 800 ist Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr erreichbar und gibt Auskunft zu Hitze und Schutz.
Aktuelle Warnungen finden sich auf den Seiten der GeoSphere Austria oder der Landeswarnzentralen. Lokale Pläne und Tipps sind über die Gesundheitsportale der Bundesländer oder Gemeinden abrufbar.
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