300 Planstellen weniger: Fellner verteidigt Kärntens Sparkurs

Im Kärntner Landtag ging es um Einsparungen in Verwaltung und Regierungsbüros sowie Investitionen in Forschung, Industrie und Kinderbetreuung.
Der Kärntner Landtag befasste sich am Donnerstag in der aktuellen Stunde mit dem Thema „Sparen im System, statt Belastungen für die Kärntner Bevölkerung“. Für die Landesregierung nahm Landeshauptmann Daniel Fellner dazu Stellung.
Fellner machte deutlich, dass Einsparungen vor allem im System und in der Struktur ansetzen sollen. Als Beispiel verwies er auf die bereits gestartete Strukturreform in der Kärntner Verwaltung. In den kommenden Jahren sollen demnach rund 300 Planstellen eingespart werden.
Auch bei den Regierungsbüros sei die Zahl der Mitarbeitenden bereits verfassungsrechtlich abgesichert von 120 auf höchstens 70 Personen reduziert worden. Zudem sei die Zahl der Überhangslehrkräfte von 300 auf derzeit rund 60 gesunken.
Gleichzeitig sprach sich Fellner dafür aus, nicht nur zu sparen, sondern gezielt in wichtige Bereiche zu investieren. Dabei verwies er auf Kärntens Forschungsquote von 3,3 Prozent und bezeichnete das Bundesland als Spitzenreiter im Bereich Forschung und Entwicklung.
Auch bei der Industriequote habe Kärnten in den vergangenen Jahren Fortschritte gemacht. Fellner zufolge liege Kärnten dabei vor Oberösterreich und verzeichne zugleich den stärksten Zuwachs an Forscherinnen und Forschern.
Besonders hob Fellner die Elektronikbranche sowie den Holzsektor hervor. Kärnten zähle in der Elektronikbranche zu den Top-5-Regionen Europas. Auch im Bereich Brettsperrholz gehöre das Bundesland europaweit zu den führenden Regionen.
Ein weiterer Schwerpunkt sei die Kinderbildung und -betreuung. Den beitragsfreien Kindergarten bezeichnete Fellner als Investition in die richtigen Bereiche. Abschließend betonte er, dass es darum gehe, Kärnten weiterzubringen.
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