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Ein Mann in einem blauen Karoanzug spricht an einem Rednerpult vor Zuhörern im Saal.Bild mit KI erstellt

Symposion im Europahaus Klagenfurt thematisiert steigende Fallzahlen sexuell übertragbarer Krankheiten. Günter Nagele warnt vor fehlender Datenerfassung in Österreich.

Ein Symposion im Europahaus Klagenfurt setzt sich am Freitagabend ab 18 Uhr mit der Zunahme sexuell übertragbarer Krankheiten auseinander. Chlamydien, Syphilis und Gonorrhö verzeichnen europaweit Rekordzahlen, wie der jüngste Bericht des Europäischen Zentrums für Prävention und Kontrolle von Krankheiten zeigt.

Günter Nagele, Leiter des Checkpoints Sexuelle Gesundheit in der Bahnhofstraße, beschreibt die Entwicklung als besorgniserregend. Die Infektionen haben sich in den vergangenen zehn Jahren insgesamt mehr als verdoppelt.

Österreich meldet keine Fallzahlen, weil entsprechende Daten fehlen. Die Erkrankungen breiten sich daher ohne Steuerungsmöglichkeit aus, da weder Gruppen, Häufigkeiten noch Alters- oder Geschlechtsverteilungen erfasst werden.

Ab Juli erweitert der Checkpoint sein Angebot um Therapiebehandlungen neben der bisherigen kostenlosen Beratung und Diagnostik. Damit folgt die Einrichtung einer Empfehlung der EU.

Der Infoabend dient der Aufklärung. Rund hundert Besucher werden erwartet. Im Mittelpunkt stehen neben der Verbreitung bei Männern, die Sex mit Männern haben, auch häufigere Infektionen bei Frauen durch Chlamydien sowie das Leben und Älterwerden mit HIV.

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