WWF: Neue Analyse deutet auf Wölfe als Ziel der Giftköder im Lesachtal
Bild mit KI erstellt Neue genetische Analysen deuten darauf hin, dass Wölfe das eigentliche Ziel von Giftködern im Lesachtal waren. Die im April vergifteten Gänsegeier könnten Kollateralschaden sein.
Neue genetische Untersuchungen des Mageninhalts von Gänsegeiern liefern Hinweise darauf, dass Wölfe das eigentliche Ziel der Giftköder im Lesachtal gewesen sein könnten.
Mindestens drei im April verendete Vögel hatten Rotwildfleisch im Magen. Das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) führte die Analysen durch.
WWF-Expertin Christina Wolf-Petre sieht darin eine Bestätigung für einen gezielten Anschlag auf geschützte Wildtiere. Rotwild zählt zur Hauptbeute von Wölfen, die bereits mehrfach Opfer von Vergiftungen wurden.
BirdLife-Experte Johannes Hohenegger hält einen direkten Angriff auf die Geier für weniger wahrscheinlich. Die Vögel hätten die präparierten Kadaver als Aasfresser über weite Strecken aufgespürt.
Carbofuran, das hochgiftige und seit 2008 in der EU verbotene Nervengift, kam bei den Ködern zum Einsatz. Ein einziger Kadaver kann mehrere Arten treffen.
WWF und BirdLife fordern mehr Mittel für die Aufklärung von Wildtierkriminalität und eine konsequente Verfolgung solcher Fälle.
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