Andritz plant weiteren Stellenabbau bei Schuler
Andritz stellt seine deutsche Tochter Schuler auf ein kleineres Marktvolumen ein und plant dafür im laufenden Jahr den Abbau von rund 500 Arbeitsplätzen.
Bei der deutschen Andritz-Tochter Schuler sollen im laufenden Jahr rund 500 weitere Arbeitsplätze wegfallen. Der Grazer Technologiekonzern begründet die Restrukturierung mit der anhaltend schwachen Nachfrage aus der Automobilindustrie.
Andritz nennt als besonders betroffene Bereiche den Werkzeugbau und Pilotproduktionen. Schuler hat seinen Sitz in Göppingen und entwickelt und produziert Anlagen für die Metallumformung sowie für die Batterieproduktion.
Joachim Schönbeck, Vorstandsvorsitzender von Andritz, sieht das Ziel darin, Schuler auf ein niedrigeres Marktvolumen auszurichten und dabei profitabel zu halten. Bei der Nachfrage aus der Automobilbranche erwartet er eine mögliche Belebung gegen Ende 2026 oder Anfang 2027.
Der neue Abbau folgt auf mehrere Jahre mit deutlichen Einschnitten. Bei Schuler sind in den vergangenen fünf Jahren bereits mehr als 2.000 Stellen weggefallen.
Im Bereich Metals, zu dem Schuler gehört, soll die operative Rendite bis 2027 von 6,1 auf 7,0 Prozent steigen. Andritz hält zugleich an seinen langfristigen Wachstumszielen fest.
Wachstum erwartet der Konzern besonders im Wasserkraftgeschäft. Auch bei Papier- und Zellstoffanlagen rechnet Andritz mit steigender Nachfrage, langfristig sieht das Unternehmen weiter Potenzial in der Elektromobilität.
Andritz beschäftigt weltweit rund 30.000 Mitarbeiter in mehr als 80 Ländern. Für das laufende Geschäftsjahr peilt der Konzern einen Umsatz zwischen 8,0 und 8,3 Milliarden Euro an.
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