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Blaue Ventile und silberne Rohre leiten Wasser in ein Becken einer technischen Anlage

Andy Burnham soll am Freitag Labour-Chef werden und am Montag Keir Starmer als britischer Premierminister ablösen.

Andy Burnham soll am Freitag auf einer Labour-Sonderkonferenz im Zentrum Londons zum Vorsitzenden der regierenden Partei bestimmt werden. Für Montag ist vorgesehen, dass er Keir Starmer im Amt des britischen Premierministers nachfolgt.

Innenministerin Shabana Mahmood will das Ergebnis als Vorsitzende des nationalen Labour-Exekutivkomitees verkünden. Burnham, Abgeordneter für Makerfield, blieb als einziger Bewerber übrig, nachdem ihn 379 Labour-Abgeordnete und die Mehrheit der parteinahen Gewerkschaften unterstützt hatten.

Der frühere Bürgermeister von Greater Manchester gewann im vergangenen Monat eine Nachwahl in Makerfield. Wes Streeting, ehemaliger Gesundheitsminister, und der frühere Verteidigungsminister Al Carns verzichteten anschließend auf eine Kandidatur gegen ihn.

Wirtschaft, öffentliche Dienste und Dezentralisierung

In seiner Ansprache am Freitag will Burnham einen neuen Kurs für Großbritannien ankündigen. Er stellt eine Regierung in Aussicht, die Labour-Prioritäten offensiv vertritt und lange vernachlässigte Probleme angeht. Die Wirtschaftspolitik müsse sich nach seiner Darstellung deutlich vom Kurs der vergangenen 40 Jahre unterscheiden.

Zu seinen angekündigten Schwerpunkten zählen Wachstum in allen Landesteilen, mehr Entscheidungsmacht für Kommunen, stärkere öffentliche Kontrolle über Versorger wie die Wasserversorgung und eine Reindustrialisierung. Zudem will er die Partei stärker einen und bei langfristigen Herausforderungen auch mit anderen Parteien zusammenarbeiten. Burnham kündigt an, alle Teile des Vereinigten Königreichs sowie Städte und Gemeinden vertreten zu wollen.

Über die wichtigsten Kabinettsposten soll erst am Montag entschieden werden, wenn Burnham in die Downing Street einzieht. Für das Finanzministerium wird Mahmood als mögliche Kandidatin gehandelt. Darüber laufen Gespräche. In seinen ersten Ansprachen will Burnham außerdem Investitionen und Verbesserungen beim National Health Service als bisherige Leistungen der Labour-Regierung würdigen.

Starmer trat im vergangenen Monat als Labour-Vorsitzender zurück, nachdem die Partei bei den Kommunalwahlen im Mai deutliche Verluste erlitten hatte. Labour liegt seit fast 18 Monaten in Umfragen hinter Reform UK. Starmer erklärte bei einem Besuch in der Ukraine, er strebe einen geordneten Übergang an und werde seinem Nachfolger auf Wunsch vertraulich beraten. Steve Rotherham, Bürgermeister der Liverpool City Region und Burnham-Vertrauter, erwartet durch dessen Dezentralisierungspläne schnellere Veränderungen in den Kommunen.

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