Gewaltschutzbeirat Kärnten nimmt Arbeit auf
Der Gewaltschutzbeirat Kärnten hat seine Arbeit aufgenommen und erarbeitet nun einen Aktionsplan gegen Gewalt.
Der Gewaltschutzbeirat des Landes Kärnten hat mit seiner konstituierenden Sitzung am Mittwoch seine Arbeit aufgenommen. Das interdisziplinär besetzte Beratungsgremium wurde auf Grundlage eines Beschlusses des Kärntner Landtages eingerichtet und soll die Landesregierung künftig bei der Weiterentwicklung des Gewaltschutzes fachlich begleiten.
In der ersten Sitzung legte der Beirat das Arbeitsprogramm und den Fahrplan für die Erarbeitung eines Kärntner Aktionsplans gegen Gewalt fest. Bestehende Angebote sollen sichtbarer werden, Versorgungslücken identifiziert und gemeinsame Handlungsschwerpunkte festgelegt werden.
Schwerpunkte für den Aktionsplan
In den kommenden Monaten erarbeitet das Gremium die inhaltlichen Schwerpunkte des Aktionsplans. Dazu zählen die Prävention von Gewalt im sozialen Nahraum, die Bekämpfung geschlechterspezifischer und sexualisierter Gewalt, die Weiterentwicklung regionaler Unterstützungsangebote, die Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit sowie die Sensibilisierung der Bevölkerung.
Dem Gewaltschutzbeirat gehören Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Polizei, Justiz, Wissenschaft sowie Opferschutz- und Beratungseinrichtungen an. Sozialreferentin LHStv.in Gaby Schaunig bezeichnete den Beirat als wichtigen Meilenstein. Marika Lagger-Pöllinger, Referentin für Frauen und Gleichstellung, verwies auf das gemeinsame Vorgehen gegen jede Form von Gewalt. Der Aktionsplan soll Prävention, Opferschutz und Täterarbeit gleichermaßen berücksichtigen.
Mit der Arbeitsaufnahme setzt der Gewaltschutzbeirat einen Schritt zur Umsetzung des Landtagsauftrags und schafft eine dauerhafte Plattform für die strategische Weiterentwicklung des Gewaltschutzes in Kärnten.
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