Jonke beantragt Rückkehr zur früheren Müllabholung in Klagenfurt
Patrick Jonke bringt im Klagenfurter Gemeinderat einen Antrag für die Rückkehr zur früheren Müllabholung ohne Aufpreis ein.
FSP-Vizebürgermeister Patrick Jonke hat für die Gemeinderatssitzung am 23. Juli einen Dringlichkeitsantrag angekündigt. Damit soll Klagenfurt wieder zu jener Müllabholung zurückkehren, bei der Behälter ohne zusätzliches Entgelt am bisherigen Standort auf dem Grundstück abgeholt werden.
Seit 1. Jänner 2026 werden Restmüll-, Bio- und Altpapiertonnen sowie Gelbe Säcke grundsätzlich an der Grundstücksgrenze übernommen. Eine Abholung vom bisherigen Platz auf dem Grundstück ist weiterhin möglich, jedoch nur über ein kostenpflichtiges Behälterservice.
Kosten und Belastung für Haushalte
Jonke begründet seinen Vorstoß mit Rückmeldungen aus der Bevölkerung und zusätzlichen Belastungen für einzelne Wohnhäuser. Für eine Eigentümergemeinschaft in der Burggasse wurden rund 3.000 Euro verrechnet, weil die Tonnen etwa 30 Meter von der Straße entfernt stehen und nicht regelmäßig zur Grundstücksgrenze gebracht werden.
Beim Stauderhaus mit rund 25 bis 30 Parteien rechnet Jonke mit mehr als 10.000 Euro jährlich für das Behälterservice. Das entspreche nach seinen Angaben 250 bis 300 Euro pro Mieterin oder Mieter und Jahr. Besonders ältere sowie mobilitätseingeschränkte Personen hätten Schwierigkeiten, schwere Tonnen rechtzeitig an die Grundstücksgrenze zu bringen. Jonke verweist zudem darauf, dass die Müllgebühren in den vergangenen drei Jahren jährlich um fünf Prozent erhöht worden seien, während sich das Service verringert habe.
Stadt verweist auf Sicherheit und Aufwand
Die Stadt hatte die Umstellung mit mehr Sicherheit und einer effizienteren Abfuhr begründet. Beschäftigte müssten die Behälter dadurch nicht mehr über private Grundstücke sowie an Schnee, Eis oder abgestellten Fahrzeugen vorbeibewegen.
Entsorgungsreferentin Sandra Wassermann (FPÖ) wies die Kritik zurück. An den meisten der rund 17.000 Abholpunkte funktioniere die Regelung laut Stadt. Beanstandungen beträfen nur wenige Liegenschaften. Die Entsorgung fährt täglich mehr als 400 Liegenschaften an. Zusätzliche Wege mit Tonnen über längere Distanzen oder Hindernisse wären im bisherigen Umfang nicht zu leisten. Den daraus entstehenden Aufwand will die Stadt daher nur jenen Liegenschaften verrechnen, bei denen er tatsächlich anfällt.
Wie es nun weitergeht, ist Entscheidung des Klagenfurter Gemeinderats.
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Was jetzt gilt
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Restmüll-, Bio- und Altpapiertonnen sowie Gelbe Säcke werden seit 1. Jänner 2026 grundsätzlich nur an der Grundstücksgrenze abgeholt. Eine Abholung am bisherigen Standplatz auf dem Grundstück ist gegen Entgelt über ein Behälterservice möglich. · seit 1. Jänner 2026
Betrifft: Klagenfurt
Belegt durch: 5min.at (23. Juli, 14:31 Uhr) · mein-klagenfurt.at (23. Juli, 00:00 Uhr)
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Die Stadt will die Mehrkosten für längere Transporte oder Transporte an Hindernissen nur bei jenen Liegenschaften verrechnen, bei denen dieser Aufwand anfällt.
Betrifft: Klagenfurt, Liegenschaften mit zusätzlichem Transportaufwand
Belegt durch: 5min.at (23. Juli, 14:31 Uhr)
Der Stand im Verlauf
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