Nachrichten.jetzt als Google-Quelle bevorzugen
Nahaufnahme einer brennenden weißen Kerze mit leuchtender Flamme

Nach drei tödlichen Motorradunfällen binnen weniger Wochen wurde am Sonntag eine 29-Jährige auf der L74 schwer verletzt.

Binnen weniger Wochen kamen in Kärnten drei Motorradfahrer bei Unfällen ums Leben. Am Sonntag wurde zudem eine 29-jährige Motorradfahrerin bei einem Frontalzusammenstoß auf der Tuderschitzer Landesstraße schwer verletzt.

Anfang Juni verlor ein 30-jähriger Slowene bei Eisenkappel-Vellach in einer Kurve die Kontrolle über sein Motorrad und starb. Mitte Juli erlitt ein 50-jähriger Kärntner bei St. Kanzian am Klopeiner See nach einem Sturz tödliche Verletzungen.

Der dritte Todesfall ereignete sich am Sonntag in Klagenfurt: Ein 18-jähriger Motorradfahrer prallte gegen 18.45 Uhr an der Kreuzung von Völkermarkter Straße und Hörtendorfer Straße mit einem Pkw zusammen. Er wurde noch an der Unfallstelle reanimiert, starb jedoch später im Klinikum Klagenfurt.

Zeugen berichteten der Polizei, der Motorradfahrer sei mit hohem Tempo bei Rotlicht in die Kreuzung gefahren und ungebremst mit dem bei Grünlicht abbiegenden Auto eines 72-Jährigen kollidiert. Das Motorrad war nicht zugelassen und mit einem gefälschten Kennzeichen versehen. Der Pkw-Lenker wurde verletzt ins Klinikum gebracht. Sein Alkomattest war negativ. Die Polizei prüft, ob der 18-Jährige über eine gültige Lenkberechtigung verfügte.

Auf der L74 zwischen Moosburg und Krumpendorf geriet ein entgegenkommender Pkw am Sonntagnachmittag auf die Fahrspur der 29-Jährigen. Die Fahrzeuge stießen frontal zusammen. Die Polizei ersucht Zeuginnen und Zeugen, sich zu melden.

Bei Motorradunfällen wurden im Vorjahr in Kärnten 410 Menschen verletzt – ein Höchstwert. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit geht davon aus, dass rund 45 Prozent der Motorradfahrer keine geeignete Schutzkleidung tragen. Im Ortsgebiet sind nach Einschätzung des ARBÖ sogar drei von vier Lenkern nicht ausreichend geschützt.

ARBÖ-Experte Peter Pegrin empfiehlt für jede Fahrt mit Motorrad oder Motorroller einen Helm, Handschuhe, festes Schuhwerk, Motorradbekleidung für Beine und Oberkörper sowie Protektoren für die Gelenke. Die Ausrüstung müsse richtig sitzen. Zusätzlich rät er zu Kleidung mit Airbag-System. Fehlende Schutzkleidung kann schwere Verletzungen auch bei geringem Tempo begünstigen und sich nach einem Unfall auf die Höhe des Schmerzensgeldes auswirken – auch wenn die andere Seite den Unfall allein verschuldet hat.

Deine Meinung zu diesem Artikel?

Kommentare

Die Reihenfolge berücksichtigt Likes, Dislikes, Antworten und Aktualität.

Kommentare kannst Du auf diesem Gerät aktuell nur lesen.

Kommentare nur in der iOS-App

Zum Kommentieren bitte die iOS-App verwenden.

Öffne oder installiere die App, um diesen Beitrag dort zu kommentieren.

Installieren

Am Desktop kannst Du zusätzlich den QR-Code rechts unten scannen.