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Grüne Zapfpistole wird in den Tank eines schwarzen Autos an einer Tankstelle gesteckt

In Kärnten verteuerten sich Diesel und Eurosuper im Juli um 11,1 beziehungsweise 8,7 Cent je Liter. Der VCÖ fordert weniger Erdölabhängigkeit.

Im Juli stiegen die Kraftstoffpreise in Kärnten gegenüber Juni. Für Diesel errechnete der VCÖ aus Daten der E-Control einen Median von 1,895 Euro je Liter, bei Eurosuper waren es 1,787 Euro.

Diesel wurde damit um 11,1 Cent je Liter teurer, Eurosuper um 8,7 Cent. Beim Diesel lag das Preisniveau aber weiterhin unter jenem von März, April und Mai.

Die neuerliche Eskalation des Irankriegs nannte der VCÖ als Grund für den Anstieg. Zugleich kritisierte die Organisation, dass gezielte Schritte gegen hohen Treibstoffverbrauch und die Erdölabhängigkeit des Verkehrs ausblieben.

VCÖ nennt Schritte für niedrigeren Verbrauch

Für Kärntner Haushalte ermittelte Statistik Austria für 2023 und 2024 einen durchschnittlichen Pkw-Verbrauch von 6,7 Litern Benzin und 6,4 Litern Diesel auf 100 Kilometer. Bei den aktuellen Preisen ergeben sich daraus Kosten von durchschnittlich 12,6 Cent je Kilometer für Benzin-Pkw und 13,2 Cent für Diesel-Pkw. Bei fünf Litern auf 100 Kilometer würden diese Werte auf 9,4 beziehungsweise 10,3 Cent sinken. Der VCÖ beziffert die Ersparnis dadurch auf rund drei Euro je 100 Kilometer.

Der VCÖ verlangt mehr Anreize für öffentliche Verkehrsmittel, Fahrgemeinschaften, bessere Radinfrastruktur, Verkehrsberuhigung sowie niedrigere Tempolimits und eine raschere Elektrifizierung der Fahrzeugflotten. Tempo 120 statt 130 auf Autobahnen und Tempo 80 statt 100 auf Freilandstraßen würden den jährlichen Spritverbrauch in Österreich nach Berechnungen des Umweltbundesamts um 120 Millionen Liter und die Kosten um rund 230 Millionen Euro verringern. Mit Tempo 100 auf Autobahnen und Tempo 80 auf Freilandstraßen lägen die Einsparungen bei 270 Millionen Litern und rund 520 Millionen Euro pro Jahr.

Der VCÖ empfiehlt außerdem eine geringere Geschwindigkeit und vorausschauendes Fahren. Bei Elektroautos lag Österreich im ersten Halbjahr mit 24 Prozent Anteil an den Neuwagen deutlich hinter Dänemark mit rund 80 Prozent und Norwegen mit fast 98 Prozent. Ein Drei-Liter-Auto, das Hersteller bereits in den 1990er Jahren in Aussicht gestellt hatten, würde die Spritkosten halbieren.

Bis Ende August sinkt die Mineralölsteuer um 1,9 Cent je Liter. Der ARBÖ hält das für zu wenig: Bei einer Tankfüllung von 50 Litern beträgt die Ersparnis nicht einmal einen Euro.

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