Windböe möglicherweise Auslöser tödlichen Unfalls am Semmering-Basistunnel
Ein 45-jähriger Arbeiter starb auf der Baustelle in Göstritz, ein 54-Jähriger wurde schwer verletzt. Eine Windböe könnte die Wand destabilisiert haben.
Auf einer Baustellenfläche des Semmering-Basistunnels in Göstritz, einem Ortsteil der Marktgemeinde Schottwien, ereignete sich am Montagvormittag ein tödlicher Arbeitsunfall. Ein 45-jähriger Arbeiter kam ums Leben, ein 54-Jähriger erlitt schwere Verletzungen.
Die Männer befanden sich während des Rückbaus der sogenannten Werkstatt im Korb einer Hebebühne. Dabei kippte eine Wand samt Stützen um und traf die Hebebühne.
Als mögliche Ursache gilt eine Windböe: Sie könnte die Wand zuvor destabilisiert haben. Der Unfall ereignete sich kurz vor 11.00 Uhr.
Der getötete 45-Jährige war kroatischer Staatsbürger. Der schwer verletzte 54-Jährige aus dem Bezirk Spittal an der Drau wurde mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 3 in das Universitätsklinikum Wiener Neustadt gebracht.
Beide Betroffenen arbeiteten für eine von den ÖBB beauftragte Baufirma. Der Unfallort lag auf dem Baustellengelände oberhalb des Tunnels und nicht in einer Tunnelröhre.
Polizei und Staatsanwaltschaft untersuchen den genauen Ablauf. Die ÖBB sprachen den Angehörigen des verstorbenen Arbeiters ihr Mitgefühl aus.
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