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Ein junger Mann in weißer Arbeitskleidung schiebt einen Rollwagen mit Bettwäsche durch einen Krankenhausflur.

Kärnten deckt mit 176 neuen Zivildienern nur 66,2 Prozent des Bedarfs. 90 Plätze sind offen, Claudia Bauer will den Dienst verlängern.

Kärntner Einrichtungen wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 176 Zivildiener zugeteilt. Damit waren 66,2 Prozent des gemeldeten Bedarfs abgedeckt. 90 Stellen blieben frei, im Bundesländervergleich war das die niedrigste Quote.

Mit Stand 1. Juli leisteten 285 Zivildiener ihren Dienst in Kärnten. Das Rettungswesen beschäftigte 75 von ihnen, 38 arbeiteten in der Sozial- und Behindertenhilfe und 22 in Krankenanstalten.

Wien, Niederösterreich und Oberösterreich liegen bei rund 90 Prozent

In Wien, Niederösterreich und Oberösterreich erreichte die Bedarfsdeckung rund 90 Prozent oder mehr. Auch Burgenland, Salzburg und Tirol lagen unter 80 Prozent. Kärnten zählt gemeinsam mit diesen Ländern zudem zu den Bundesländern mit den wenigsten Zivildiensterklärungen.

Gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres stieg die Zahl der Zuweisungen in Kärnten um sieben Prozent. Die höhere Zahl reichte aber nicht aus, um den Bedarf der Trägerorganisationen zu erfüllen.

Bundesministerin Claudia Bauer spricht sich für eine Verlängerung des Zivildienstes aus. Sie begründet dies mit dem Bedarf von Gesundheits- und Sozialsystem, Pflege, Behindertenbetreuung, Kindergärten und Rettungsdienst. Bauer erwartet ohne eine Verlängerung jährlich 4.000 fehlende Zivildiener.

Für die weitere Entwicklung spielen auch die Zahl der Wehrpflichtigen, die sich für den Zivildienst entscheiden, sowie die Nutzung der zwei freiwilligen Zusatzmonate eine Rolle. Ab 2028 ist eine Überprüfung der Entwicklung vorgesehen. Danach könnte erneut über eine verpflichtende Verlängerung beraten werden.

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