Zwei Zeugen nach Mofa-Zwischenfall in Anger für COURAGE-Award nominiert
Nach ihrem Eingreifen nach einem Mofa-Zwischenfall in Anger sind zwei Männer für den COURAGE-Award 2026 nominiert.
Zwei Männer aus dem Bezirk Weiz sind für den COURAGE-Award 2026 nominiert worden. Sie hatten nach einem Zwischenfall mit einem Mofa in Anger eingegriffen und damit dazu beigetragen, den beteiligten Autofahrer auszuforschen.
Am 26. Juni 2026 fuhr eine 15-Jährige mit ihrem Mofa auf der B72 von Weiz in Richtung Anger. Ihre 16-jährige Freundin saß als Mitfahrerin auf dem Fahrzeug. Beim Wechsel auf die Linksabbiegespur nach Oberfeistritz überholte ein unmittelbar hinter ihnen fahrender Pkw trotz doppelter Sperrlinie.
Der Außenspiegel des Autos berührte dabei den Lenker des Mofas. Durch ihr rasches Handeln konnte die 15-Jährige einen Sturz verhindern. Beide Jugendlichen wurden nicht verletzt.
Die beiden Zeugen sahen den Vorfall, vergewisserten sich zunächst, dass die Mädchen unverletzt waren, und fuhren dem Pkw nach. Im Ortsgebiet von Lebing hielten sie den Lenker kurz an, doch dieser setzte seine Fahrt fort. Die Männer fotografierten das Fahrzeug samt Kennzeichen und brachten die Aufnahmen zur Polizei. Dort brachten die beiden Jugendlichen gerade eine Anzeige ein.
Die Polizei forschte einen 28-Jährigen aus dem Bezirk Graz-Umgebung aus. Er verfügt über keine gültige Lenkberechtigung. Ein Alkotest zeigte einen Wert von mehr als zwei Promille. Laut Polizei reagierte der 28-Jährige bei der Befragung zunächst aggressiv und wies jede Beteiligung zurück. Er behauptete, nicht mit dem Wagen seiner Mutter gefahren zu sein, und soll auch auf seine 20-jährige Beifahrerin eingewirkt haben. Die junge Frau schilderte den Vorfall jedoch anders und bestätigte die gefährliche Fahrweise ihres Freundes. Im weiteren Verlauf räumte der Mann die Fahrt ein.
Auf den 28-Jährigen kommen nun mehrere Anzeigen zu. Die Polizei meldet die festgestellten Verkehrsdelikte an die Bezirkshauptmannschaft Weiz. Darüber hinaus wird die Staatsanwaltschaft Graz wegen des Verdachts der Gefährdung der körperlichen Sicherheit eingeschaltet.
Auch die Mutter des Mannes muss mit rechtlichen Folgen rechnen. Als Zulassungsbesitzerin soll sie ihm den Wagen überlassen haben, obwohl er nicht über eine gültige Lenkberechtigung verfügt.
Das schnelle und überlegte Handeln der beiden Männer brachte ihnen eine Nominierung für den COURAGE-Award 2026 ein. Der Preis wird vom Kompetenzzentrum Sicheres Österreich und der Landespolizeidirektion Steiermark an Menschen vergeben, die durch mutiges Eingreifen zur Sicherheit anderer beitragen.
Im Herbst entscheidet eine Jury, wer ausgezeichnet wird. Die Preisverleihung ist am 26. November 2026 in Raaba-Grambach vorgesehen.
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