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Asiatische Hornisse erstmals in Kössen nachgewiesenBild mit KI erstellt

Erstmals ist in Kössen eine Asiatische Hornisse in Tirol nachgewiesen worden. Fachleute suchen nach dem Nest, Sichtungen sollen gemeldet werden.

Im Gemeindegebiet von Kössen ist kürzlich erstmals eine gelbfüßige Asiatische Hornisse der Art Vespa velutina nigrithorax in Tirol nachgewiesen worden. Fachleute suchen derzeit nach dem Nest.

Die invasive Art stammt ursprünglich aus Zentral- und Ostasien und wurde vermutlich vor mehr als 20 Jahren nach Frankreich eingeschleppt. Seither breitet sie sich in Europa aus. In Österreich wurde sie 2024 erstmals in Salzburg nachgewiesen, die ersten Nester wurden 2026 in Vorarlberg entdeckt.

Ein Volk kann bis zu elf Kilogramm Insekten erbeuten

Die Asiatische Hornisse zählt zu den sozialen Faltenwespen und gefährdet vor allem Honigbienen, Wildbienen und andere heimische Insekten. Dadurch kann sie die heimische Biodiversität und das ökologische Gleichgewicht erheblich beeinträchtigen. Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Imkerei können beträchtlich sein.

Die Nester sind birnenförmig, haben einen seitlichen Eingang und können bis zu 80 Zentimeter Durchmesser erreichen. Zunächst befinden sie sich in Sträuchern oder kleinen Bäumen, mit zunehmender Volksgröße hoch in Baumkronen. Eine im Herbst begattete Königin gründet im Frühjahr ein neues Volk. Im Spätsommer und Frühherbst umfasst ein Volk bis zu 2.000 Tiere. In dieser Zeit können die Hornissen täglich mehrere hundert Honigbienen erbeuten, insgesamt bis zu elf Kilogramm Insekten pro Saison.

Bevölkerung soll Sichtungen der Asiatischen Hornisse melden

Von der heimischen Europäischen Hornisse unterscheidet sich die Asiatische Hornisse vor allem durch ihre Färbung. Kopf und Brustbereich sind überwiegend schwarz. Der Hinterleib ist größtenteils schwarz und hat ein breites orangefarbenes Band. Typisch sind zudem schwarze Beine mit auffallend gelben Spitzen.

Wer eine Asiatische Hornisse oder ein Nest entdeckt, soll den Fund umgehend beim Amt der Tiroler Landesregierung, über das zentrale Velutina-Meldeportal oder bei der zuständigen Gemeinde melden. Wer das Tier oder ein Nest aus sicherer Entfernung fotografieren kann, soll das Foto mit dem genauen Fundort sowie Datum und Uhrzeit der Beobachtung übermitteln. Diese Angaben erleichtern die eindeutige Bestimmung und helfen, Verwechslungen mit der Europäischen Hornisse oder anderen Wespenarten auszuschließen.

Zum Schutz gilt, Abstand zum Tier oder Nest zu halten und hektische Bewegungen oder Erschütterungen in Nestnähe zu vermeiden. Nester sollen keinesfalls selbst entfernt werden. Auf Hornissenfallen oder Wespensprays soll verzichtet werden, da dies zu unkontrollierten Reaktionen führen kann.

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