AUA streicht Wien-Graz-Verbindung, EBIT-Verlust bei 94 Millionen Euro
Bild mit KI erstellt Die AUA beendet mit dem Winterflugplan die Wien-Graz-Verbindung. Nach 94 Millionen Euro EBIT-Verlust ändern sich weitere Flugangebote.
Die Austrian Airlines hat im ersten Halbjahr 2026 ein EBIT-Minus von 94 Millionen Euro ausgewiesen. Ein Jahr davor hatte der Fehlbetrag bei 44 Millionen Euro gelegen. Die AUA führt die stärkeren Kerosinkosten im Zusammenhang mit dem Irankrieg und notwendige Streichungen als Belastung an. Höhere Ticketpreise konnten diese Auswirkungen bis Juni nur teilweise auffangen.
Der Umsatz erreichte nach einem Plus von vier Prozent mehr als 1,2 Milliarden Euro. Fast sieben Millionen Passagiere bedeuteten gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von sechs Prozent. Von April bis Juni erzielte die Airline trotz eines um 74 Prozent niedrigeren EBIT einen positiven Wert von 18 Millionen Euro, besser als im ersten Quartal.
AUA nimmt Wien-Graz aus dem Winterflugplan
Mit dem Winterflugplan beendet die AUA die seit Jahren defizitäre Verbindung zwischen Wien und Graz. Von Graz aus bleiben München, Frankfurt und Zürich erreichbar. Auf den Strecken nach München und Frankfurt plant das Unternehmen im Winter teilweise größere Flugzeuge, nach Zürich soll es wöchentlich zwei zusätzliche Verbindungen geben.
Vorübergehend nimmt die AUA auch Wien-Tiflis, Wien-Keflavik und Wien-Porto aus dem Flugplan. Nicht mehr angeboten werden zudem späte Verbindungen nach Klagenfurt, Kopenhagen, Warschau und Krakau, bei denen die Besatzungen bislang am Zielort übernachteten. Für Klagenfurt sind im Winter damit weniger Flüge vorgesehen.
AUA erwartet 2026 weiterhin ein positives Jahresergebnis
Zusätzlich plant die Airline Effizienzmaßnahmen in der Verwaltung. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Management weiter schwarze Zahlen. Als Grundlage nennt das Unternehmen die teilweise Weitergabe höherer Kosten und eigene Sparanstrengungen.
Die Erneuerung der Flotte soll dennoch weiterlaufen. Noch heuer werden zwei Boeing 787-9 Dreamliner erwartet, womit fünf Maschinen dieses Typs im Einsatz sein sollen. Im Herbst soll ein Airbus A320neo hinzukommen, während die Embraer-Flugzeuge schrittweise ausgemustert werden.
Deine Meinung zu diesem Artikel?
Beitrag melden
Wähle einen Grund aus und beschreibe, was nicht passt oder neu dazugekommen ist.
Foto oder Video senden
Sende der Redaktion ergänzende Bilder oder ein Video zum Beitrag. Videos werden in der Redaktion geprüft und nicht automatisch veröffentlicht.




Kommentare
Die Reihenfolge berücksichtigt Likes, Dislikes, Antworten und Aktualität.
Zum Kommentieren bitte die Nachrichten.jetzt App verwenden.
Die App ist kostenlos für iPhone und Android verfügbar.
Am Laptop zeigt Dir der Button einen QR-Code für den passenden App-Store.