Studie: Bäume in Innsbruck senken gefühlte Temperatur
Eine Studie der Energieagentur Tirol beziffert den Kühleffekt von Bäumen auf bis zu 18 Grad bei der gefühlten Temperatur.
Die Energieagentur Tirol stuft Bäume als wirksamste natürliche Kühlungsmaßnahme im öffentlichen Raum ein. Im Vergleich zu bloßen Grünflächen wirken sie doppelt: Sie schaffen Schatten und kühlen durch Verdunstung.
Im EU-Projekt „MountResilience“ untersuchte die Energieagentur Tirol grüne Infrastruktur auf einem Dorfplatz. Dabei berechneten Simulationen, wie unterschiedliche Begrünungen die gefühlte Temperatur verändern.
Ein einzelner Baum kann diese Temperatur um bis zu zehn Grad Celsius verringern. Für geschlossene Baumreihen ergibt sich je nach Situation ein Rückgang von 15 bis 18 Grad, erklären Valerie Mense und Sophie Puchner von der Energieagentur Tirol.
Modelle rechnen am Bozner Platz mit 18 Grad weniger
Als Innsbrucker Beispiele nennt die Energieagentur Tirol den Bozner Platz in der Innenstadt und den DDr.-Alois-Lugger-Platz im Olympischen Dorf. Am mit Jungbäumen bepflanzten Bozner Platz erwarten die Modelle in 20 Jahren eine um 18 Grad niedrigere gefühlte Temperatur als heute, sagt Projektleiter Christian Müller.
Dort gehört auch das Schwammstadtprinzip zur Gestaltung: Regenwasser bleibt in einer speziellen Bodenschicht am Platz, statt in die Kanalisation zu fließen.
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