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Bergführer greift Alpinisten am Großglockner anBild mit KI erstellt

Bergführerverein Kals vergibt keine weiteren Touren an den privaten Bergführer. Die Polizei ermittelt nach einer Anzeige.

Am 22. August gerieten auf dem Mürztalersteig am Großglockner ein Bergführer und ein polnischer Bergsteiger aneinander, der mit seiner Frau unterwegs war. Eine Helmkamera zeichnete den Konflikt auf.

Das Ehepaar befand sich auf dem Weg zur Erzherzog-Johann-Hütte. Der Mann gab an, beim Aufstieg gewartet zu haben, damit seine Frau Abstand gewinnen konnte. Der Bergführer soll sich dennoch zwischen die beiden gedrängt haben.

Der Bergführer war mit zwei Gästen unterwegs und passierte das Ehepaar an einer engen, ausgesetzten Stelle. Die Aufnahme zeigt, dass er den Mann an den Armen festhielt. Zuvor beschimpften einander die beiden Männer, zudem äußerte der Bergführer Drohungen.

Nach einer Anzeige laufen bei der Polizei Matrei in Osttirol Ermittlungen wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit.

Bergführerverein Kals vergibt keine weiteren Touren

Der Bergführerverein Kals teilte mit, dass der Mann kein Mitglied sei. Das Bergführerbüro hatte die Tour vermittelt und den privaten Bergführer dafür beauftragt. Weitere Touren erhält er von dort nicht.

Der österreichische Verband der Berg- und Skiführer will den Fall prüfen. Disziplinarrechtliche Maßnahmen gegen den Bergführer sind möglich. Der Verband erklärte, schnellere Seilschaften überholten andere Bergsteiger üblicherweise, eine Bewertung allein anhand der Videoausschnitte sei jedoch schwierig.

In sozialen Medien löste das Video Reaktionen aus. Bis Freitagvormittag erreichte es rund 650.000 Aufrufe.

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