Drei Tote und 28 Erkrankte bei Legionellen-Ausbruch in Linz
Bild mit KI erstellt Im Raum Linz sind drei Menschen im Zusammenhang mit Legionellen-Infektionen gestorben. Inzwischen sind 28 Erkrankungen bekannt.
Im Raum Linz sind in den vergangenen Tagen drei Menschen im Zusammenhang mit Legionellen-Infektionen gestorben. Zunächst waren 26 Erkrankungen bekannt, inzwischen liegt die Zahl bei 28.
Zwei der Verstorbenen waren älter als 80 Jahre und hatten schwere Vorerkrankungen. Die dritte verstorbene Person war über 50 Jahre alt und hatte keine bekannten Vorerkrankungen.
Kühltürme an der Wiener Straße werden weiter geprüft
Alle 24 Erkrankten mit Wohnsitz in Oberösterreich wurden im Krankenhaus versorgt, teilweise auf Intensivstationen. Zwei weitere Erkrankte leben im Ausland, hielten sich vor der Infektion aber in Linz auf.
Mehr als 150 Umweltproben aus Haushalten von Erkrankten sowie aus Kühltürmen, Springbrunnen und Waschanlagen in Linz und Umgebung wurden untersucht. Von mehr als 80 Proben liegen bereits Ergebnisse vor. In Kühltürmen der Linz AG an der Wiener Straße wurden Legionellen festgestellt. Die Anlagen sind gereinigt und desinfiziert, ihr weiterer Betrieb steht unter enger behördlicher Überwachung.
Ob die belasteten Kühltürme mit dem Ausbruch verbunden sind, ist weiterhin offen. Bei drei Erkrankten wurde jeweils der Legionellen-Subtyp Allentown/France festgestellt. Die genetische Ähnlichkeit der Erreger deutet bei diesen drei Fällen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf eine gemeinsame Infektionsquelle hin. Weitere Untersuchungsergebnisse werden kommende Woche erwartet.
Für die Suche nach weiteren möglichen Infektionsquellen fließen Satellitenbilder, KI-gestützte Analyseverfahren sowie Bevölkerungs-, Betriebs- und meteorologische Daten ein. Dadurch wird die Datengrundlage zur Einschätzung möglicher Gesundheitsrisiken durch Legionellen in der Region erweitert. Die Legionärskrankheit, auch Legionellose genannt, ist eine schwere und mitunter tödliche Lungenentzündung.
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