Dürre in Kärnten verursacht 70 Millionen Euro Schaden
Bild mit KI erstellt Die Dürre verursacht in Kärnten Schäden von 70 Millionen Euro. Österreichweit beziffert die Hagelversicherung die Summe auf eine Milliarde Euro.
Die Österreichische Hagelversicherung veranschlagt die Dürreschäden in Kärnten mit 70 Millionen Euro. Für Frost nennt sie zusätzlich eine Million Euro. Hagel, Überschwemmungen und Sturm schlagen ebenfalls mit einer Million Euro zu Buche.
In der österreichischen Landwirtschaft liegt die bisherige Schadenssumme nach Angaben der Versicherung bei einer Milliarde Euro. Die laufende Hitzewelle erhöht den Druck auf die Betriebe weiter.
Betroffen ist das gesamte Bundesgebiet mit allen landwirtschaftlichen Kulturen. Besonders trifft es Grünland, Kartoffeln, Soja, Kürbisse, Zuckerrüben und Mais, regional auch Getreide. Die Folgen umfassen Ernteeinbußen und knapper werdendes Futter für Tiere.
Ertragsausfälle erreichen beim Grünland 45 Prozent
Beim Grünland beträgt der Ertragsausfall 45 Prozent. Für Mais, Soja und Kürbisse werden 25 Prozent angegeben, bei Getreide 15 Prozent. In manchen Regionen gab es seit dem 15. Juni mehr als 75 Prozent weniger Niederschlag als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025. In der Wiener Innenstadt wurden bis zum 10. August 42 Tage mit mehr als 30 Grad gemessen. Auch in dieser Woche sollen die Temperaturen wieder über 30 Grad erreichen.
Gegen Dürre sind 40 Prozent des Grünlands und 80 Prozent der Agrarflächen versichert, im österreichischen Durchschnitt sind es 60 Prozent der Agrarflächen. Die Hagelversicherung deckt Schäden von 400 Millionen Euro ab. Versicherte Betriebe haben Anspruch auf Entschädigung. Die Versicherung verweist zudem auf 36 Rückversicherungen und kündigt rasche Auszahlungen an.
Falls die Hitze bis Ende August anhält und Niederschläge ausbleiben, erwartet die Hagelversicherung einen weiteren Anstieg der Schäden. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig sieht die Bilanz als Grundlage für ein geplantes Bauern-Hilfspaket von Bund und Ländern und will am Montagnachmittag bei einem Runden Tisch weitere Schritte besprechen. Kurt Weinberger von der Österreichischen Hagelversicherung erwartet einen sinkenden Selbstversorgungsgrad bei heimischen Lebensmitteln und eine stärkere Abhängigkeit von Importen.
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