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Drei ältere Männer in Anzügen auf einer Bühne, einer spricht ins Mikrofon vor historischen Fotos.

Die Gründungsväter bewerteten die Entwicklung der Euregio in Alpbach weitgehend positiv. Im ersten Jahrzehnt entstanden mehr als 350 Projekte.

Zum Auftakt der Euregio-Days 2026 beim European Forum Alpbach blickten die früheren Landeshauptleute Günther Platter, Luis Durnwalder und Lorenzo Dellai auf die Geschichte der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino zurück.

Die drei Politiker unterzeichneten am 14. Juni 2011 auf Castel Thun im Trentino die Gründungsverträge. Sie verbanden damit das Ziel, Kräfte zu bündeln, die gemeinsame Identität zu beleben und einen Mehrwert für die Bevölkerung zu schaffen.

Gründungsväter bewerten Entwicklung weitgehend positiv

Beim Runden Tisch der Euregio-Akademie fiel das Fazit der Gründungsväter weitgehend positiv aus. Sie erklärten, die Euregio sei sichtbarer geworden, habe konkrete Angebote geschaffen, politische Erfolge in Rom, Wien und Brüssel erzielt und sei nach einer Reform demokratischer geworden.

Der derzeitige Euregio-Präsident Anton Mattle verwies auf Projekte in Mobilität, Kultur, Sport und für Familien. Platter hob die gegenseitige Hilfe während der Flüchtlingswelle 2016 und der Coronazeit hervor. Durnwalder bezeichnete die Euregio als nicht perfekt, aber auf einem sehr guten Weg. Dellai sprach von einem grundlegenden Zusammengehörigkeitsgefühl und dem Ziel einer echten europäischen Region über den EVTZ hinaus.

Allein im ersten Jahrzehnt brachte die Euregio mehr als 350 Projekte und Initiativen auf den Weg. Inzwischen organisiert, koordiniert, delegiert oder unterstützt sie rund 100 Projekte pro Jahr.

In einem Workshop befasste sich die Euregio-Akademie mit dem Europäischen Verbund Territorialer Zusammenarbeit. Alice Engl gab einen Überblick über 86 aktive EVTZ in Europa. Paolo Pozzi erläuterte die Zukunftsstrategie des EVTZ Euregio Connect. Rechtsanwalt Centurio Frignani stellte den in Gründung befindlichen Kultur-EVTZ „Von Canossa nach Europa“ vor. Das Euregio-Geschichtsbuch steht auf der Euregio-Website kostenlos als E-Book zur Verfügung.

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