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Ein schwarz-weißer Fußball liegt auf einem dunklen Konferenztisch neben einem Glas Wasser und Mikrofonen.Bild mit KI erstellt

Nach der Krisensitzung in Rabat sicherte die FIFA-Spitze Gianni Infantino Rückhalt zu und räumte Fehler beim verworfenen Investorenplan ein.

Nach einer Krisensitzung in Rabat hat die Führung des Fußball-Weltverbands Gianni Infantino ihre Unterstützung zugesichert. An dem Treffen nahmen Generalsekretär Mattias Grafström und Mitglieder des FIFA-Management-Boards teil.

Infantino bekräftigte seinerseits den Rückhalt für Grafström. Präsident, Generalsekretär und Management wollen ihre Kommunikation und Zusammenarbeit künftig verbessern.

Die FIFA erkannte Fehler im Umgang mit dem inzwischen aufgegebenen Investorenprojekt an. Eine Überprüfung soll erfolgen, deren Bericht beim nächsten regulären Treffen des FIFA-Rats vorgelegt werden soll.

Investorenprojekt bleibt aufgegeben

Für die FIFA Forward Enterprise war vorgesehen, kommerzielle und operative Aufgaben bei FIFA-Turnieren zu übernehmen. Der Plan sah vor, 20 Prozent des neuen Unternehmens an private Investoren zu veräußern. Das Vorhaben wird nicht weiterverfolgt.

Die FIFA würdigte zugleich die Arbeit ihrer Administration bei der Abwicklung der Weltmeisterschaft in Nordamerika. Nach Auffassung des Verbands war diese nur durch ein geschlossenes Vorgehen von Präsident und Führungsteam möglich.

Eine Zusage Infantinos für ein WM-Endspiel 2030 in Marokko wies die FIFA zurück. Über den Finalort will der Weltverband zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

Widerstand gegen Infantino besteht fort

Der Rückzug des Investorenplans hat die Kritik an Infantino nicht beendet. Mehrere europäische Verbände haben dem Amtsinhaber ihre Unterstützung entzogen. Kanadas Premierminister Mark Carney erklärte, er habe nach Informationen über nicht einbezogene hochrangige Berater das Vertrauen in Infantinos Führung verloren.

Der frühere portugiesische Nationalspieler Luis Figo verlangte Infantinos Rücktritt. UEFA-Vizepräsidentin Laura McAllister erklärte, dessen Führung habe einen Krisenpunkt erreicht.

Prinz Ali bin al-Hussein, Präsident des jordanischen Fußballverbands, erhob gegen die FIFA den Vorwurf der Erpressung. Er erklärte, Jordanien warte noch auf ein Preisgeld von 4,2 Millionen Dollar, umgerechnet 3,65 Millionen Euro, für Rang zwei beim FIFA Arab Cup im Dezember 2025. Der Verband werde Infantino nicht unterstützen.

Infantino ist seit zehn Jahren FIFA-Präsident. Die nächste Präsidentenwahl soll im März 2027 in Rabat stattfinden.

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