Karner trifft Metnar zum Jubiläum des PKZ Drasenhofen
Bild mit KI erstellt Zum 20-jährigen Bestehen des PKZ Drasenhofen sollen gemeinsame grenzüberschreitende Streifen künftig intensiv fortgesetzt werden.
Innenminister Gerhard Karner traf seinen tschechischen Amtskollegen Lubomír Metnar am 28. August 2026 zu einem Arbeitsgespräch anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Polizeikooperationszentrums Drasenhofen.
Im Mittelpunkt standen die Zusammenarbeit der vergangenen zwei Jahrzehnte, die Weiterentwicklung der Grenzkontrollen sowie der Kampf gegen illegale Migration und Schlepperkriminalität.
PKZ Drasenhofen baut Informationsaustausch aus
Das 2006 eröffnete PKZ Drasenhofen entwickelte sich zu einer Informationsdrehscheibe und einem Herzstück des operativen Austauschs zwischen österreichischen und tschechischen Sicherheitsbehörden. Mit Tschechiens Beitritt zum Schengen-Raum im Jahr 2007 wurde die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ausgebaut.
Seit der Eröffnung bearbeitete das Zentrum rund 60.000 Anfragen und führte etwa 125.000 Datenüberprüfungen durch. Allein 2026 waren es bereits mehr als 1.200 Anfragen und rund 2.500 Datenüberprüfungen.
Der durchgehende 24/7-Dienst gewährleistet einen nahtlosen Informationsaustausch. Seit Oktober 2006 finden regelmäßige gemeinsame bilaterale Streifen statt, seit 2009 gibt es Mikro-Teams für den kriminalpolizeilichen Austausch.
Grenzüberschreitende Fahndung wird fortgesetzt
Nach Darstellung des Innenministeriums konnten illegale Migration und Schlepperkriminalität in den vergangenen Jahren durch abgestimmte Maßnahmen zurückgedrängt werden. Gemeinsame Streifen an der österreichisch-tschechischen Grenze ermöglichen dabei Abstimmung und polizeiliche Präsenz im Grenzraum.
Seit 2007 ermöglichte das PKZ 111 sogenannte Nacheilen. In 72 Prozent der Fälle waren diese erfolgreich, etwa durch die Anhaltung eines Tatverdächtigen oder die Sicherstellung gestohlenen Guts. Im August 2026 führte die Zusammenarbeit nach einem Kraftfahrzeugdiebstahl in Tschechien zu einem erfolgreichen polizeilichen Einschreiten in Österreich.
Die gemeinsamen grenzüberschreitenden Streifen sollen auch künftig intensiv fortgesetzt werden und bleiben ein Bestandteil der Grenzraumkontrollen.
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