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Große Betonrohre liegen in einer Baugrube auf einer Baustelle mit Bagger im Hintergrund.Bild mit KI erstellt

Die Landesinnung Bau Tirol unterstützt den Vorstoß für weniger Bauvorschriften und einfachere Verfahren. Ziel sind geringere Kosten und weniger Bürokratie.

Die Landesinnung Bau Tirol unterstützt den Vorstoß von Landeshauptmann Anton Mattle, technische Bauvorschriften und Normen zu reduzieren. Aus Sicht der Bauwirtschaft sorgen zu viele Vorgaben, Detailregelungen und Dokumentationspflichten dafür, dass Bauvorhaben komplizierter und teurer werden.

Landesinnungsmeister Patrick Weber sieht darin seit Jahren eine Belastung für die Branche. Wenn leistbarer Wohnraum geschaffen werden soll, müsse das Regelwerk stärker auf notwendige Vorgaben beschränkt werden.

Wirtschaftskammer unterstützt den Kurs

Auch die Wirtschaftskammer Tirol stellt sich hinter die Forderung nach weniger Bürokratie beim Bauen. WK-Präsidentin Barbara Thaler und WK-Vizepräsident Anton Rieder sprechen sich ebenfalls für den Abbau übermäßiger Vorschriften und Standards sowie für einfachere, digitale und schnellere Bauverfahren aus.

Nach Angaben der Landesinnung gibt es mittlerweile rund 50.000 Normen und Bauvorschriften. Diese würden Baukosten erhöhen und Projekte verzögern, ohne in jedem Fall einen entsprechenden zusätzlichen Nutzen für Sicherheit oder Qualität zu bringen.

Sicherheitsrelevante Standards sollen dabei nicht infrage gestellt werden. Wo Vorschriften jedoch vor allem zusätzlichen Verwaltungsaufwand verursachen, fordert die Bauinnung Vereinfachungen.

Bauwirtschaft bietet Mitarbeit an Reform an

Als Beispiele verweist die Landesinnung auf den Gebäudetyp E und den Hamburg-Standard in Deutschland. Weniger Bürokratie könne dazu beitragen, Baukosten zu senken und wirtschaftlicher zu bauen. Davon sollen laut Innung unter anderem Mieterinnen und Mieter, Häuslbauer, Wohnungskäufer, Betriebe und die öffentliche Hand profitieren.

Die Landesinnung begrüßt außerdem, dass sich die Landeshauptleutekonferenz für eine Reform des bestehenden Systems ausgesprochen hat. Nun seien Bund, Länder und Gemeinden gefordert, unnötige Normen und Vorschriften zu überprüfen und zu reduzieren.

Die Bauwirtschaft erklärt sich bereit, ihr Praxiswissen in diesen Reformprozess einzubringen. Betriebe könnten aus ihrer täglichen Arbeit beurteilen, welche Vorgaben für Sicherheit und Qualität notwendig seien und welche vor allem zusätzlichen Zeit-, Kosten- und Verwaltungsaufwand verursachen.

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