Pongratz-Moore-Steg: 280 Tonnen schweres Tragwerk über Mur gehoben
Bild mit KI erstellt Ein 1.000-Tonnen-Kran hat das rund 280 Tonnen schwere Tragwerk des neuen Pongratz-Moore-Stegs in Graz über die Mur gehoben und positioniert.
Beim Neubau des Pongratz-Moore-Stegs in Graz ist ein zentraler Arbeitsschritt abgeschlossen. Ein 1.000-Tonnen-Raupenkran brachte das rund 68 Meter lange und etwa 280 Tonnen schwere Stahltragwerk über die Mur und setzte es auf einer temporären Montagekonstruktion ab.
Die Vorbereitungen für das Manöver begannen um 7 Uhr. Zunächst hob der Kran die Konstruktion rund 20 Meter nach oben. Anschließend wurde sie etwa 40 Meter in Richtung Mur bewegt und noch in der Luft um 90 Grad im Uhrzeigersinn gedreht.
Einhub unter abgeschalteter 110-kV-Leitung
Eine besondere Herausforderung war die Positionierung des Tragwerks unter einer 110-kV-Leitung. Diese wurde während der Arbeiten abgeschaltet. Gleichzeitig musste darauf geachtet werden, dass die Konstruktion den rund 80 Meter langen Ausleger des Krans nicht berührt.
Zwei Teleskoplader mit Seilwinden stabilisierten und führten das Tragwerk während des Einhubs. Rund 20 Personen waren unmittelbar an den Arbeiten beteiligt und über Funkgeräte sowie Headsets miteinander verbunden.
Beim Absetzen war eine Abweichung von lediglich rund einem Zentimeter zulässig.
Tragwerk aus vier Einzelteilen zusammengesetzt
Das Stahltragwerk war zuvor in vier jeweils rund 70 Tonnen schweren Teilen zur Baustelle gebracht worden. Am rechten Murufer wurden die Elemente unter einem Montagezelt zusammengeschweißt. Dort erfolgten auch der Korrosionsschutz und die abschließende Beschichtung.
Für den Raupenkran selbst waren rund 50 Transporte notwendig. Der Aufbau auf der beengten Baustelle dauerte etwa eine Woche und wurde von einem 230-Tonnen-Mobilkran unterstützt.
Weitere Arbeiten bis Ende 2026 beziehungsweise Anfang 2027
Mit dem Einhub ist der neue Pongratz-Moore-Steg noch nicht fertig. Als Nächstes werden die endgültigen Lager ausgerichtet und eingebaut. Danach folgen weitere Arbeiten an den Versorgungsleitungen und Technikschächten sowie der Abbruch der bestehenden Brücke.
Auch Geländer, Fahrbahnbelag und Beleuchtung müssen noch montiert werden. Zusätzlich werden Rampen, Wege sowie begrünte und möblierte Außenbereiche hergestellt.
Die Fertigstellung ist für Ende 2026 beziehungsweise Anfang 2027 vorgesehen. Danach soll der Steg den Rad- und Fußverkehr wieder zwischen Andritz und Gösting über die Mur führen. Gleichzeitig werden über die Verbindung mehrere Versorgungsleitungen für Strom, Gas, Wasser und Daten geführt.
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