Runder Tisch beriet über mögliche 2,5-Milliarden-Euro-Lücke für Universitäten

Für die Leistungsperiode 2028 bis 2030 steht eine Finanzierungslücke von 2,5 Milliarden Euro für Österreichs Universitäten im Raum.
Auf Initiative der Universität Graz berieten Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft bei einem Runden Tisch über die Finanzierung der Universitäten für die kommende Leistungsvereinbarungsperiode 2028 bis 2030.
Das Ziel ist, eine tragfähige Grundlage für weitere Verhandlungen über die steirischen Universitäten zu schaffen. Die österreichische Universitätenkonferenz und die Universitäten errechneten einen Finanzierungsbedarf von 18 Milliarden Euro.
Bundesbudget würde Finanzierungslücke bedeuten
Der Bund geht weiter von 16,5 Milliarden Euro für die österreichischen Universitäten aus. Darin kalkuliert er nach derzeitigem Wissensstand etwa 1 Milliarde Euro ein, die bisher über andere Budgetquellen finanziert wurden. Dieser Budgetkurs würde für die nächste Leistungsperiode eine Finanzierungslücke von insgesamt 2,5 Milliarden Euro bedeuten.
Die Finanzierungslücke würde die Steiermark besonders empfindlich treffen und auch Graz und Leoben schwer belasten. Kürzungen hätten spürbare Auswirkungen auf Forschung und Innovationskraft der Region. Sie würden zudem die Zukunft junger Menschen beeinträchtigen, deren Entwicklung an Betreuungsqualität, Studienbedingungen und die Breite des Studienangebots gekoppelt ist.
In Graz leben 50.000 Studierende, ein Sechstel der Bevölkerung. Die rund 3.000 Studierenden in Leoben stellen mehr als zehn Prozent der Bevölkerung. Die Region erwirtschaftet mehr als ein Fünftel der gesamten österreichischen Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Rund ein Viertel davon entfällt auf die öffentlichen Hochschulen.
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