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SPÖ und ÖVP haben im Seebodener Gemeinderat einen Antrag zum Ankauf der „Kirchenforst“-Flächen in Kras eingebracht. Die Gemeinde will damit mehr Gestaltungsspielraum für die weitere Entwicklung schaffen.

Die Marktgemeinde Seeboden am Millstätter See möchte jene Grundstücke im Ortsteil Kras erwerben, die vom geplanten Projekt „Kirchenforst“ umfasst sind. Bürgermeister Thomas Schäfauer und 1. Vizebürgermeister Thomas Grasser brachten dazu am 20. August im Namen von SPÖ und ÖVP einen Antrag im Gemeinderat ein.

Damit soll die Gemeinde künftig selbst über die Entwicklung der Flächen entscheiden und entsprechenden Gestaltungsspielraum erhalten. Die Grundstücke sollen langfristig ressourcenschonend und im Interesse der Gemeinde entwickelt werden.

Künftige Nutzung noch nicht festgelegt

Welche Nutzung für die Flächen vorgesehen werden könnte, steht derzeit noch nicht fest. Gemeinsam mit der Bevölkerung, der Raumplanung und zuständigen Fachleuten soll ergebnisoffen geprüft werden, welche Lösung langfristig für Kras und die gesamte Gemeinde geeignet ist.

Seeboden sei laut Gemeinde eine der wenigen Zuzugsgemeinden. Das starke Wachstum der vergangenen Jahrzehnte stelle die Marktgemeinde vor die Herausforderung, die künftige Entwicklung mit Weitblick zu steuern. Im Rahmen des Örtlichen Entwicklungskonzeptes wurden die räumlichen Potenziale und der langfristige Bedarf der Gemeinde geprüft.

Im Mittelpunkt stehen dabei leistbarer Wohnraum für junge Familien und die heimische Bevölkerung, die Vermeidung zusätzlicher Zweitwohnsitze sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit Grund und Boden. Auch Natur und Landschaft sollen bei künftigen Entwicklungen entsprechend berücksichtigt werden.

Gemeinde verweist auf Baulandmodell am Lurnbichl

Als Beispiel für eine aktive kommunale Bodenpolitik nennt die Marktgemeinde das bereits umgesetzte Baulandmodell Panoramaweg am Lurnbichl. Dort konnte nach Angaben der Gemeinde leistbarer Wohnraum geschaffen werden.

Bei den „Kirchenforst“-Flächen soll hingegen zunächst offenbleiben, was langfristig auf den Grundstücken entstehen könnte. Mit einem möglichen Erwerb möchte die Gemeinde die Entscheidung darüber selbst treffen können.

Kaufpreis wird noch verhandelt

Der Antrag im Gemeinderat bildet die Grundlage für Gespräche mit dem Grundeigentümer. Der Kaufpreis soll im Zuge dieser Verhandlungen geklärt werden.

Wer die Entwicklung einer Gemeinde langfristig gestalten will, muss auch bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Mit diesem Antrag schaffen wir den Handlungsspielraum, den wir für die Zukunft brauchen.

Bürgermeister Thomas Schäfauer und 1. Vizebürgermeister Thomas Grasser

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