Veritas-Werk in Mieders schließt Ende 2026
Bild mit KI erstellt Bis zu 90 Beschäftigte sind von der geplanten Werksschließung in Mieders Ende 2026 betroffen. Das AMS sieht Chancen auf neue Jobs in Tirol.
Ende 2026 will die Veritas Austria GmbH ihren Standort in Mieders im Stubaital aufgeben. Von der Ankündigung des Automobilzulieferers sind bis zu 90 Arbeitsplätze betroffen.
Künftig soll die Fertigung in ein Land gehen, dessen Lohnkosten niedriger sind.
Personalkosten stiegen um rund 25 Prozent
Die Geschäftsführung begründet den Schritt vor allem mit den Personalkosten. Diese seien am Standort innerhalb von fünf Jahren um rund 25 Prozent gestiegen. Nach Angaben des Unternehmens arbeitete das Werk trotz rückläufiger Umsätze und eines seit Jahren laufenden Personalabbaus profitabel.
Der Standort gehört seit 2005 zur Veritas-Gruppe. Etwa 330 Menschen arbeiteten dort noch im Jahr 2012. Wesentliche Teile der Veritas-Gruppe gingen 2024 an den US-Zulieferer HDT Automotive Solutions. Im August 2025 kündigte das Unternehmen an, HDT Automotive Solutions und Veritas unter der globalen Marke „Veritas“ zusammenzuführen.
Sozialplan soll für die Belegschaft ausgearbeitet werden
Für die Beschäftigten soll ein Sozialplan ausgearbeitet werden. Das AMS will ihnen rasch passende alternative Arbeitsstellen anbieten und hält die Aussichten auf eine neue Arbeit in Tirol für gut. Fachkräfte aus diesem Bereich würden dort weiterhin dringend gesucht.
Die angekündigte Schließung hat in der Tiroler Fahrzeugindustrie Alarm ausgelöst. David Lindner, Spartenobmann in der Wirtschaftskammer, nannte sie einen „schwarzen Tag“ und verlangte bessere Standortbedingungen, etwa bei den Energiekosten.
Sabine Platzer-Werlberger, Landesgeschäftsführerin des AMS, sieht einen klaren Zusammenhang zwischen der geplanten Verlagerung und der europaweiten Krise der Automobilbranche. Bei Standortanalysen werde geprüft, wo die Produktion effizienter und billiger sei.
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