Waldbrand in Friaul: Mehr als 600 Hektar brennen
Bild mit KI erstellt Der Waldbrand in Friaul ist weiter nicht unter Kontrolle. Rauch erreicht Kärnten, während Löschflugzeuge Wasser vom Weißensee aufnehmen.
Im Kanaltal stehen inzwischen mehr als 600 Hektar Wald in Brand. Das Feuer ist weiterhin nicht unter Kontrolle.
Südwind trägt Rauch bis nach Kärnten, die Brände sind auch auf Satellitenbildern erkennbar. Wegen Feinstaubs besteht in 17 Gemeinden eine Gesundheitswarnung. Die Luftqualität wird laufend kontrolliert, Maßnahmen seien derzeit nicht notwendig. Kärnten steht mit Friaul in Kontakt. Die Einsatzorganisationen verfolgen die Lage gemeinsam mit den zuständigen Behörden. Bei Rauchgeruch oder eingeschränkter Sicht soll die Bevölkerung ruhig bleiben und Notrufe nur bei tatsächlichen Notfällen wählen.
Helfer sichern Wasseraufnahme am Weißensee
Rund 20 Helferinnen und Helfer, darunter viele Freiwillige, betreuen am Weißensee seit den frühen Morgenstunden die Wasserentnahmestelle für italienische Löschflugzeuge. In den vergangenen Tagen gelangen dort mehr als 25 sichere Wasseraufnahmen. Zwischen 8 und 13 Uhr sollen die Flugzeuge Wasser fassen, wie lange dies fortgesetzt wird, ist unklar.
Mehr als 130.000 Liter Wasser wurden bereits zu den Brandgebieten bei Tolmezzo, Illegio, Chiusaforte und Malborghetto geflogen. Die Flugzeuge werfen das Wasser in Dreiergruppen über den brennenden Berghängen ab. Fünf Hubschrauber helfen bei den Löscharbeiten. Etwa 280 Personen arbeiten dabei, darunter Berufsfeuerwehr, Waldbrandinspektoren des Landes, Freiwillige Feuerwehren, Zivilschutzbeauftragte und Freiwillige.
Im Friaul fiel zuletzt kein Regen, zugleich weht starker Wind. An der südseitigen Bergflanke drückt der Südwind den Brand hangaufwärts und nach Norden, wodurch sich das Feuer verbreitert. Heute arbeiten laut Einsatzleitung doppelt so viele Kräfte wie am Sonntag.
In der Region Tolmezzo wurden bereits 15 Häuser geräumt, darunter drei Ferienhütten und zwölf Wohnungen. Weil sich der Brand ausbreitet und sich nahebei ein Schießstand mit viel Munition befindet, werden weitere Räumungen befürchtet. Die Gemeinde Tolmezzo stellte eine Turnhalle für mögliche Übernachtungen evakuierter Personen bereit. Die Bürgermeisterin von Tolmezzo bezeichnete den Brand als größten Waldbrand der jüngeren Geschichte und als wachsende Belastung für die Region.
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