Wracks nach Kollision bei Krems sichergestellt
Bild mit KI erstellt Nach der Kollision bei Krems wurden die Wracks sichergestellt und Obduktionen angeordnet. Das Landeskriminalamt untersucht die Unfallursache.
Nahe dem Flugplatz Krems-Gneixendorf kollidierten am Montag gegen 9.15 Uhr zwei Ultraleichtflugzeuge in rund 350 Metern Höhe. Eine Maschine hatte zuvor einen Segelflieger geschleppt und nach dessen Ausklinken eine Kurve geflogen. Das zweite Flugzeug startete und stieß mit der Zugmaschine zusammen. Der Segelflieger landete sicher und war nicht in den Unfall verwickelt.
Die Maschinen stürzten rund 1,5 Kilometer nordöstlich des Flugplatzes in ein Weinbaugebiet und gerieten in Brand. Trümmerteile verteilten sich über mehrere hundert Meter in Weingärten. Die beiden Piloten im Alter von 36 und 70 Jahren starben. Bei ihnen handelt es sich um den ehemaligen ärztlichen Leiter des Krankenhauses Melk, Rupert Strasser, und den Traismaurer Unternehmer Sebastian Fessl.
Wegen des unklaren Zustands der pyrotechnischen Selbstrettungssysteme mussten die Einsatzkräfte zunächst auf den Entschärfungsdienst warten. Danach löschten sie mit Wasserwerfern weiter. Acht Feuerwehren mit 115 Mitgliedern und 32 Fahrzeugen waren eingesetzt. Polizei, Rotes Kreuz und der Notarzthubschrauber „Christophorus 2“ waren ebenfalls vor Ort. Für die Wasserversorgung richteten die Helfer einen Pendelverkehr mit Einbahnregelung ein.
Die Bergung der Wracks endete am Montagabend um 23.00 Uhr. Die Unfallursache ist noch nicht geklärt. Das Landeskriminalamt Niederösterreich ermittelt mit dem Ermittlungsbereich Leib/Leben und der Tatortgruppe, zudem ist die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes eingebunden. Die Wracks wurden sichergestellt, für die beiden Piloten sind Obduktionen angeordnet. Der Flugplatz blieb am Dienstag gesperrt. Bürgermeister Peter Molnar bekundete den Familien, Angehörigen und Freunden der Piloten sein Mitgefühl. Der Flugverein USFC Krems erklärte, unter Schock zu stehen.
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