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AGES und BAB untersuchen NGT-1-Pflanzen bis Ende 2027Bild mit KI erstellt

AGES und BAB analysieren bis Ende 2027 mögliche agronomische, betriebswirtschaftliche und institutionelle Folgen von NGT-1-Pflanzen.

Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und die Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen (BAB) analysieren mit dem Forschungsprojekt NGT-AT bis Ende 2027 die potenziellen agronomischen, betriebswirtschaftlichen und institutionellen Auswirkungen von NGT-1-Pflanzen in Österreich.

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft sowie das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz finanzieren die Studie. NGT-1-Pflanzen werden nach behördlicher Prüfung und Bestätigung ihres Status EU-rechtlich wie konventionell gezüchtete Pflanzen behandelt.

Die EU-Verordnung für neue genomische Techniken wurde im Juni 2026 veröffentlicht und ist ab Mitte Juli 2028 anzuwenden. Nach den dann geltenden Bestimmungen dürfen NGT-1-Pflanzen auch in Österreich auf den Markt kommen und angebaut werden. Für die biologische und gentechnikfreie Produktion stellen sich Fragen zur Absicherung sowie zur Trennung unterschiedlicher Produktions- und Vermarktungsketten. NGT-Pflanzen können höhere Widerstandskraft gegen Pflanzenkrankheiten und Schädlinge, verbesserte Inhaltsstoffe sowie eine gezielte oder beschleunigte Züchtung trockenheitstoleranter Sorten ermöglichen.

Studie untersucht Betriebe und Produktionssysteme

An der wissenschaftlichen Aufarbeitung der NGT-AT-Studie arbeiten über 30 Expert:innen aus Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit, GVO-Analytik, Agrarökonomie und Kontrolle. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die Anwendung oder Nicht-Anwendung von NGT-1-Pflanzen auf landwirtschaftliche Betriebe, vor- und nachgelagerte Sektoren sowie die Kontrolle auswirken könnte. Besonderes Augenmerk gilt der konventionellen sowie der biologischen und gentechnikfreien Produktion.

Anhand definierter Betriebe wird untersucht, welche Herausforderungen und Chancen entstehen, wenn einzelne konventionell wirtschaftende Betriebe NGT-1-Pflanzen nutzen und andere darauf verzichten. Dafür werden biologisch produzierende Betriebe herangezogen, die derzeit gentechnikfrei und NGT-frei produzieren. Für alle Betriebe wurden die Lage der selbst bewirtschafteten Flächen und der umliegenden Fremdflächen auf Schlagebene ausgewertet.

Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette werden eingebunden, um Zusammenhänge bei Saatgutbeschaffung, Futtermittelproduktion, Lagerung, Transport und Vermarktung zu identifizieren. Ziel sind praxisnahe Handlungsanweisungen und Entscheidungsgrundlagen für den regulatorischen und praktischen Umgang mit der EU-Verordnung. Bei einer Auftaktveranstaltung mit Stakeholdern am 31. August 2026 wurden erste Analysen und weitere Schritte vorgestellt.

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