Arbeiten für taktiles Bodenleitsystem starten in Innsbrucks Altstadt
Bild mit KI erstellt Am 21. September starten in Innsbrucks Altstadt Arbeiten für ein taktiles Bodenleitsystem. Sie dauern voraussichtlich fünf bis sechs Wochen.
Am 21. September 2026 beginnen in Innsbrucks Altstadt die Arbeiten für ein taktiles Bodenleitsystem. Sie dauern voraussichtlich fünf bis sechs Wochen und sollen blinden und sehbeeinträchtigten Menschen die selbstständige Orientierung erleichtern.
Nach umfangreichen Arbeiten der Leitungsbetreiber im Untergrund erneuerte die Stadt Innsbruck die Oberflächen in nahezu allen Straßen und Gassen der Altstadt. Nun setzt sie das Bodenleitsystem um, um den gesetzlichen Vorschriften zur Barrierefreiheit nachzukommen.
Leitsystem führt durch die Altstadt
Das Leitsystem wird in der gesamten Altstadt umgesetzt. Ausgenommen sind Gassen, in denen der Belag nicht erneuert wurde, etwa die Stiftgasse und die Riesengasse. Dort dienen noch vorhandene Wasserrinnen als Orientierungshilfe.
In der Herzog-Friedrich-Straße verläuft die Route wegen der Fahrgasse, der Gastgärten und der Veranstaltungen in den Laubengängen. Zwischen Burggraben und Goldenem Dachl wird nur auf der Ostseite gefräst. Dafür sprechen die dortige Apotheke, der Stadtturm mit öffentlichem barrierefreiem WC sowie die direkte Erreichbarkeit von Hofburg und Dom.
Das Leitsystem wird vom Marktgraben über den Burggraben einschließlich Franziskanerplatz bis zur Schwarzmanderkirche geführt. Die in den Boden gefräste Rillenstruktur ist mit dem Langstock ertastbar, eine Randmarkierung unterstützt sehbeeinträchtigte Menschen bei der Orientierung. Die Planung und Führung wurden mit der Stadtplanung, dem Behindertenbeauftragten der Stadt Innsbruck und Michael Berger vom Blinden- und Sehbehindertenverband Tirol abgestimmt.
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