Bewaffneter Raub in Wien-Margareten: Neue Details bekannt
Bild mit KI erstellt Ein 36-Jähriger soll ein Geschäft in Wien-Margareten überfallen haben. Neue Erkenntnisse zeigen, wie umfangreich er die Tat vorbereitete.
Nach dem bewaffneten Raub auf ein Geschäftslokal in der Reinprechtsdorfer Straße sind weitere Einzelheiten bekannt. Gleichzeitig wurde die ursprünglich veröffentlichte Altersangabe berichtigt. Der tatverdächtige ungarische Staatsangehörige ist 36 und nicht 31 Jahre alt.
Der Vorfall ereignete sich am 4. September 2026 gegen 10.30 Uhr im 5. Wiener Gemeindebezirk. Der 36-Jährige soll das Geschäft mit einer Schusswaffe betreten und einen Mitarbeiter bedroht haben.
Mitarbeiter setzte sich körperlich zur Wehr
Der Angestellte wehrte sich gegen den Mann und konnte anschließend ins Freie gelangen. Der mutmaßliche Räuber blieb zunächst in den Geschäftsräumen eingeschlossen.
Obwohl sich der 36-Jährige offenbar genau mit seinem Vorhaben beschäftigt hatte, dürfte er die Eingangs- und Ausgangsmechanismen des Geschäfts nicht gekannt haben. Deshalb benötigte er einige Zeit, um die Tür zu öffnen und das Gebäude zu verlassen.
Zu diesem Zeitpunkt waren bereits die ersten Polizeikräfte eingetroffen. Sie beobachteten, wie der Verdächtige in ein Mehrparteienhaus lief. WEGA-Beamte nahmen ihn schließlich im Keller des Gebäudes fest.
Mehrere Gegenstände sichergestellt
Bei dem Einsatz wurden eine CO2-Pistole, Schmuck, kabellose Kopfhörer, ein Messer, eine Sturmhaube und Pkw-Schlüssel gefunden. Bei dem Schmuck soll es sich um die mutmaßliche Beute aus dem Geschäft handeln.
Die weiteren Erhebungen des Landeskriminalamtes Wien brachten umfangreiche Vorbereitungshandlungen ans Licht. Der 36-Jährige soll bereits einige Monate vor dem Überfall den Entschluss zu der Tat gefasst haben. In den Tagen davor dürfte er das Geschäft zudem beobachtet haben.
Gestohlener Pkw sollte als Fluchtfahrzeug dienen
Während seiner Vorbereitungen soll der Mann einer Reinigungskraft in einem Hotel eine Schlüsselkarte weggenommen haben. Damit dürfte er in mehrere Hotelzimmer eingedrungen sein. Dort soll er unter anderem die später sichergestellten Kopfhörer und einen Pkw-Schlüssel gestohlen haben.
Das zum Schlüssel gehörende Auto wollte der Verdächtige offenbar für seine Flucht verwenden. Er konnte den Wagen jedoch nicht finden und musste diesen Plan deshalb aufgeben.
Der 36-Jährige hatte außerdem Gegenstände vorbereitet, mit denen er nach der Tat sein Aussehen verändern wollte. Diese wurden in der Nähe des überfallenen Geschäfts entdeckt und sichergestellt.
Bei seiner Vernehmung zeigte sich der Mann umfassend geständig. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er in eine Justizanstalt gebracht.
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