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Fundamente der Stadtbefestigung am Tummelplatz freigelegtBild mit KI erstellt

Am Tummelplatz in Graz wurden Fundamente der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung freigelegt. Sie könnten den Mauerverlauf genauer belegen.

Beim Umbau am Tummelplatz in Graz sind Fundamente der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung zum Vorschein gekommen. Sie liegen in der Baugrube vor dem Akademischen Gymnasium zwischen modernen Leitungen und einem Kanal aus den 1920er-Jahren.

Die archäologische Baubegleitung ordnet die Mauerreste dem Spätmittelalter des 14. bis 15. Jahrhunderts zu. Nach Einschätzung von Grabungsleiterin Ortrun Kögler könnte es sich um Fundamente der Stadtbefestigung samt Basteiturm handeln.

Fund könnte Mauerverlauf genauer einordnen

Auf alten Ansichten und Plänen war in diesem Bereich bereits eine turmartige Verstärkung zu erkennen, die in das Dominikanerinnenkloster integriert war. Ein archäologischer Nachweis dafür lag bislang nicht vor. Der Fund könnte nun eine Lücke im Wissen über den Verlauf der alten Grazer Stadtmauer schließen.

Nach derzeitiger Einschätzung führte die Stadtmauer über den heutigen Tummelplatz in Richtung Burggasse. Ob der Bereich einen Ausläufer der ehemaligen Stadtbefestigung bildete, ist noch nicht abschließend gesichert.

Archäologische Begleitung dokumentiert die Mauerreste

Die Mauern bestehen aus Schöcklkalk und Mörtel mit hochwertigem Löschkalk. Die Archäolog:innen dokumentieren Lage, Höhe der Mauerkrone und Tiefe der Fundamente. In diesem Bereich reicht das Fundament etwa 1,5 bis 2,5 Meter tief.

Auch während der weiteren Bauarbeiten bleibt die archäologische Begleitung vor Ort. Nach Abschluss der Untersuchungen können die Mauerreste wieder zugeschüttet werden und bleiben dadurch an Ort und Stelle erhalten. Bewegliche Funde wie Keramikscherben werden geborgen, gereinigt und erfasst.

Die beweglichen Fundstücke werden nach der Bearbeitung dem Graz Museum übergeben. Alle Schritte erfolgen in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt. Auf die Neugestaltung des Tummelplatzes und den Zeitplan haben die bisherigen Entdeckungen nach aktuellem Stand keine Auswirkungen.

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