Gläubiger nehmen Gradwohls Sanierungsplan in Melk an
Bild mit KI erstellt Die Gläubiger erhalten eine Quote von 21 Prozent, die binnen zwei Jahren ab Annahme zu zahlen ist.
Die Gläubiger votierten am Dienstag, 29. September 2026, mehrheitlich für den Sanierungsplan des in Melk ansässigen Unternehmens Gradwohl. Die Zahlung an die Gläubiger soll spätestens zwei Jahre nach Annahme des Plans 21 Prozent erreichen.
Insgesamt meldeten 338 Gläubiger Forderungen von rund 10,16 Millionen Euro an.
Die Quote wird in mehreren Schritten ausgezahlt
Vier Prozentpunkte der Sanierungsquote können kurzfristig an die Gläubiger ausgezahlt werden. Für die verbleibenden 17 Prozent sind vier Zahlungen zu je 4,25 Prozent vorgesehen, die innerhalb der nächsten zwei Jahre erfolgen sollen. Die Raten sollen aus dem fortgeführten Betrieb finanziert werden.
Schon im Verlauf des Insolvenzverfahrens begann die Umsetzung der für die Sanierung nötigen Änderungen. Gradwohl soll künftig vorwiegend Teile aus Kunststoff fertigen, die im Tiefzieh- oder Spritzgussverfahren entstehen. Gradwohl stellte den Geschäftsbereich Druck ein.
Im Mai 2026 wurde das Unternehmen erneut insolvent. Die Insolvenz wirkte sich auf rund 160 Mitarbeiter aus. 2022 begann für das Unternehmen ein Sanierungsverfahren, das ohne Eigenverwaltung geführt und 2023 beendet wurde.
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