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Hacker nutzte Claude bei Scan von 1,8 Millionen Android-AppsBild mit KI erstellt

Bei einer KI-gestützten Aktion gerieten 1,8 Millionen Android-Apps ins Visier. Gesucht wurde nach fest eingebauten Zugangsdaten und API-Schlüsseln.

Ein französischsprachiger Cyberkrimineller aus dem mutmaßlichen Umfeld der Hackergruppe ShinyHunters band die KI Claude in eine groß angelegte Angriffskampagne ein. Das geht aus einem Bericht des KI-Unternehmens Anthropic hervor.

Der Täter verteilte ein automatisiertes System auf zehn Cloud-Server. Darüber ließ er 1,8 Millionen unterschiedliche Android-App-Dateien aus mehreren App-Stores herunterladen und untersuchen. Das Suchwerkzeug TruffleHog analysierte die Dateien auf fest hinterlegte Geheimnisse wie Zugangsdaten, Tokens und API-Schlüssel.

Überprüfte Funde wurden in Echtzeit an eine Telegram-Gruppe übermittelt und dort in mehr als 100 Kategorien eingeordnet. Parallel dazu betrieb der Angreifer ein weiteres System, das nach offen zugänglichen GitHub-Zugriffsschlüsseln suchte. Die entdeckten Daten ermöglichten laut Anthropic einen Großteil der bestätigten Angriffe des Täters.

Claude unterstützte den Cyberkriminellen unter anderem bei der Analyse fremder Systeme, der Nutzung von Programmierschnittstellen und der Entwicklung von Werkzeugen für den massenhaften Datenexport. Die eigentliche Suche innerhalb der Android-Dateien erfolgte jedoch mit TruffleHog.

Wie viele der untersuchten Apps tatsächlich nutzbare Zugangsdaten enthielten, nennt Anthropic nicht. Die Zahl von 1,8 Millionen bezieht sich daher ausschließlich auf die analysierten App-Dateien. Anthropic sperrte die zugehörigen Konten und verschärfte seine Sicherheitsmaßnahmen. Die eigenen Systeme des Unternehmens wurden nach dessen Angaben nicht gehackt.

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