IAEA-Waffenruhe ermöglicht Reparaturen am AKW Saporischschja
Bild mit KI erstellt Nach dem Ausfall der externen Versorgung ermöglicht die Waffenruhe Reparaturen. Die Dieselvorräte des AKW Saporischschja gehen zur Neige.
Eine von der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA vermittelte örtliche Waffenruhe ist am russisch kontrollierten AKW Saporischschja in der Ukraine in Kraft. Sie soll Reparaturen an Stromleitungen ermöglichen und damit die externe Versorgung des Kraftwerks wiederherstellen.
Ukrainische Techniker sollen nach der Entminung des Bereichs an der beschädigten 330-Kilovolt-Leitung Ferosplavna-1 arbeiten. Ein IAEA-Team soll die Reparaturen überwachen. Es handelt sich um die siebente Waffenruhe, die IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi während des Krieges vermittelt hat. Russland und die Ukraine arbeiteten dafür mit der IAEA zusammen.
Militärische Aktivitäten am nördlichen Ufer des Dnipro unterbrachen am 20. August die Verbindung zur einzigen verbliebenen externen Stromleitung. Seither versorgen Notstrom-Dieselgeneratoren die Kühlung der sechs Reaktoren und der Abklingbecken. Die Dieselvorräte gehen zur Neige. Wenn die externe Versorgung nicht zurückkehrt und kein weiterer Dieselkraftstoff ankommt, droht innerhalb weniger Tage ein vollständiger Stromausfall. Seit Kriegsbeginn ist die externe Stromversorgung des Werks mehr als zwei Dutzend Mal ausgefallen.
Die sechs Reaktoren befinden sich im Kaltabschaltzustand, benötigen für die Kühlung aber weiterhin fortlaufend Strom. Das Werk gilt mit rund 6.000 MW Kapazität als größtes Kernkraftwerk Europas. Es steht seit März 2022 unter russischer Kontrolle. IAEA-Personal ist seit dem 1. September 2022 am Standort präsent.
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