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Shamonda-Virus bei Rindern auch in Salzburg nachgewiesenBild mit KI erstellt

Das Shamonda-Virus wurde auch bei Rindern in Salzburg nachgewiesen. Der Erreger wird hauptsächlich durch Gnitzen übertragen und kann bei Rindern verschiedene Krankheitssymptome auslösen.

Das Shamonda-Virus breitet sich in Österreich weiter aus. Mittlerweile wurde der Erreger auch in Rinderbeständen in Salzburg festgestellt. Für Menschen besteht nach aktuellem Wissensstand keine Gefahr.

Neben Salzburg gibt es mittlerweile auch Nachweise in Vorarlberg, Tirol, Oberösterreich und der Steiermark. Das als SHAV bezeichnete Virus befällt vor allem Wiederkäuer wie Rinder und kommt ursprünglich aus Afrika.

Seit Sommer 2026 tritt der Erreger auch in Mitteleuropa auf. Fälle wurden unter anderem in Deutschland, Frankreich und der Schweiz festgestellt. Das Shamonda-Virus ist eng mit dem Schmallenberg-Virus verwandt.

Gnitzen übertragen das Virus

Als wichtigste Überträger gelten Gnitzen. Die kleinen blutsaugenden Insekten können den Erreger zwischen Tieren verbreiten. Da ihre Aktivität stark von der Witterung abhängt, kann sich auch das Infektionsgeschehen entsprechend verändern.

Bei erkrankten Rindern können Fieber, wässriger Durchfall, Fressunlust, Atemwegsprobleme und ein deutlicher Rückgang der Milchleistung auftreten. In manchen Fällen können betroffene Tiere auch festliegen.

Innerhalb eines Bestandes kann ein größerer Teil der Herde erkranken. Todesfälle bei Rindern wurden bislang jedoch kaum beziehungsweise nicht mit dem Virus in Verbindung gebracht.

Auswirkungen auf ungeborene Kälber noch nicht abschließend geklärt

Auch eine Übertragung von einem trächtigen Muttertier auf das ungeborene Kalb gilt als möglich. Noch lässt sich allerdings nicht abschließend beurteilen, wie häufig dadurch Schäden am Fötus oder Aborte auftreten können.

Eine Impfung gegen das Shamonda-Virus steht derzeit nicht zur Verfügung. Auch eine spezielle Behandlung gegen den Erreger selbst gibt es nicht. Bei erkrankten Tieren können daher die auftretenden Beschwerden behandelt werden.

In Österreich ist die Krankheit nicht meldepflichtig. Behördliche Bekämpfungsmaßnahmen sind derzeit nicht vorgesehen.

Rinderhaltende Betriebe können versuchen, ihre Tiere möglichst gut vor Gnitzen zu schützen. Dazu zählen etwa weniger Licht im Stall während der Nacht, eine gute Luftbewegung sowie das Vermeiden des Weidegangs zu Zeiten besonders hoher Gnitzenaktivität.

Nach aktuellem Wissensstand stellt das Shamonda-Virus keine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar.

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