Mehr Nachrichten.jetzt bei Google sehen
Viehtransporte: Lenkzeit-Manipulationen in Ansfelden und EberstalzellBild mit KI erstellt

Bei Kontrollen in Ansfelden und Eberstalzell wurden Lenker angezeigt. Sicherheitsleistungen von 6.700 Euro und 10.150 Euro wurden eingehoben.

Am 2. September 2026 gegen 18.20 Uhr stellten Polizisten der Landesverkehrsabteilung im Bereich Ansfelden bei einem ungarischen Langstreckentransporter Manipulationen der Lenk- und Ruhezeiten fest. Das Sattelkraftfahrzeug transportierte 27 Zuchtrinder von Tschechien nach Italien.

Zwei Fahrer lenkten das Fahrzeug mehrmals, wobei jeweils nur einer seine Fahrerkarte in das Kontrollgerät steckte. Übernahm der Beifahrer das Lenken, steckte er seine Karte ein und trug für den vorherigen Zeitraum manuell Ruhezeit nach. Das Fahrzeug wurde dadurch bis zu drei Tage durchgehend bewegt, ohne dass beide Lenker eine gültige Ruhezeit aufwiesen. Beim Hauptlenker wurden 16 schwere Übertretungen festgestellt, beim zweiten Lenker, der nur sporadisch als Beifahrer mitfuhr, fünf schwere Übertretungen.

Beide Lenker wurden der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land angezeigt, zudem wurde eine Sicherheitsleistung von 6.700 Euro eingehoben. Wegen des Verdachts der Fälschung eines Beweismittels werden beide auch der Staatsanwaltschaft Linz angezeigt.

Gegen 22.10 Uhr stellten die Polizisten auf der A1 bei der Abfahrt Eberstalzell bei einem polnischen Langstreckenviehtransport ebenfalls Manipulationen fest. Das Sattelkraftfahrzeug war während des Kontrollzeitraums von 57 Tagen von denselben zwei Lenkern geführt worden. Sie entfernten ihre Fahrerkarten wiederholt an Be- oder Entladestellen und führten die Be- und Entladetätigkeiten sowie die damit verbundenen Fahrten ohne gesteckte Fahrerkarte durch. Nach dem neuerlichen Einsetzen der Karten trugen beide manuell Ruhezeit nach.

Bei einem Fahrer schienen 25 teils sehr schwerwiegende Übertretungen auf, beim zweiten 21. Beide Lenker wurden der Bezirkshauptmannschaft Wels-Land angezeigt und werden wegen des Verdachts der Fälschung eines Beweismittels der Staatsanwaltschaft Wels angezeigt. Beanstandet wurden außerdem eine um 25 cm überschrittene zulässige Höhe von vier Metern sowie unzählige orange Lampen im Frontbereich. Die Sicherheitsleistung betrug 10.150 Euro. Nach deren Bezahlung durften die Lenker ihre Fahrt nach Italien fortsetzen, weil sie am Kontrolltag eine ausreichende Ruhezeit aufwiesen.

Deine Meinung zu diesem Artikel?

Kommentare

Die Reihenfolge berücksichtigt Likes, Dislikes, Antworten und Aktualität.

In der App mitdiskutieren

Öffne diesen Beitrag in der Nachrichten.jetzt-App und schreib Deine Meinung dazu.

Die App ist kostenlos für iPhone und Android verfügbar.

Beitrag in der App öffnen

Am Laptop zeigt Dir der Button einen QR-Code für den passenden App-Store.