Waidegger Gailbrücke wird für Hochwasserschutz neu gebaut

Rund 14 Millionen Euro fließen in Dammsanierungen und den Neubau der Waidegger Gailbrücke im Raum Rattendorf-Waidegg.
Im Schutzprojekt „Gail, Rattendorf-Waidegg“ werden Dämme saniert, außerdem ist der Neubau der Waidegger Gailbrücke vorgesehen. Bund und Region investieren dafür rund 14 Millionen Euro.
Beim Hochwasser im Oktober 2018 kam es durch Dammüberströmungen und innere Erosion zu Dammbrüchen. Unterhalb der Waidegger Gailbrücke wurde dadurch der Rückhalteraum Rattendorf unkontrolliert geflutet.
Drei Bauabschnitte sollen den Schutz verbessern
Die drei Bauabschnitte sollen den Raum Rattendorf-Waidegg bis zu einem 100-jährlichen Hochwasserereignis absichern. Im ersten Bauabschnitt wurde ein zwei Kilometer langer Schutzdamm erhöht und dessen Untergrund abgedichtet. Eine neue Überströmstrecke sichert die planmäßige Funktion des Hochwasserrückhaltes.
Bauabschnitt 02 umfasst ergänzende Schutzmaßnahmen flussaufwärts. Im dritten Bauabschnitt wird der linksufrige Hochwasserdamm auf rund 2,1 Kilometern saniert.
Die bisherige Brücke hat fünf Felder und vier Pfeiler und entsprach nicht mehr dem Stand der Technik. Ihre schmalen Felder begünstigten Verklausungen durch Treibholz und führten bei Hochwasser zu massivem Uferangriff. Die neue Brücke kommt ohne Pfeiler im Flussbett aus.
Für die Bauzeit wurde eine Behelfsbrücke eingerichtet, die die Abteilung 9 des Landes Kärnten bereitstellte und mit dem Österreichischen Bundesheer aufbaute. Nach der Fertigstellung geht die neue Brücke in das Eigentum der Marktgemeinde Kirchbach über, die auch ihre Erhaltung übernimmt. Das Land Kärnten wickelt das Projekt ab. Das Bundesministerium trägt 83 Prozent der Kosten, die Gailinteressenten 17 Prozent.
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