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Wien baut Trinkwasserspeicher in Neusiedl am Steinfeld ausBild mit KI erstellt

Zwei neue Kammern bringen 200 Millionen Liter zusätzlich. Bis 2028 soll das Speichervolumen in Neusiedl am Steinfeld auf 800 Millionen Liter steigen.

Der Wasserbehälter in Neusiedl am Steinfeld wird in zwei Etappen um vier Wasserkammern erweitert. Die beiden Kammern der ersten Etappe bringen zusätzlich 200 Millionen Liter Wasser. Bis 2028 soll das Speichervolumen auf insgesamt 800 Millionen Liter steigen.

Der Bau der ersten Kammer ist bis zur Hälfte der Decke fertiggestellt, während die zweite seit dem Sommer parallel entsteht. Laut Paul Hellmeier, Chef von Wiener Wasser, verlaufen die Arbeiten nach Plan. Für beide Kammern wurde bis zu acht Meter tief ausgehoben.

Aushubmaterial wird auf benachbarten Baustellen genutzt

Nach den Stahlbetonarbeiten sollen der abgetragene Humus und ein Teil des Bodenaushubs als Überschüttungsmaterial wiederverwendet werden. Aushubmengen über den Eigenbedarf hinaus wurden zur externen Verwertung bereitgestellt und auf nahegelegenen Infrastrukturbaustellen weiterverwendet.

Der heurige Sommer war von geringen Niederschlägen und extremen Wasserverbräuchen geprägt. Wien bereitet sich mit der Trinkwasser-Strategie „Wiener Wasser 2050“ seit Jahren auf einen höheren Bedarf durch Klimawandel und Bevölkerungswachstum vor. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky nannte den Ausbau ein „Jahrhundertprojekt für die Klimaanpassung“ und sagte, Wien investiere jährlich rund 130 Millionen Euro in die Wasserinfrastruktur, um mit mehr Speicherkapazität die Versorgungssicherheit bei erhöhtem Bedarf zu stärken.

Hellmeier verwies darauf, dass langanhaltende Hitzewellen meist Spitzenverbräuche bedeuten und Wasserbehälter dann verfügbares Wasser und Verbrauch ausgleichen. Nach der ersten Ausbauetappe sind zwei weitere Kammern sowie die Sanierung der bestehenden Kammern geplant. Im Endausbau soll der Behälter rund eine Milliarde Liter fassen, eine Steigerung des bisherigen Volumens um rund 70 Prozent. In den 31 Wasserbehältern von Wiener Wasser sollen künftig rund zwei Milliarden Liter gespeichert werden.

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