Güterterminal Wels erhält zwei neue Portalkrane

Die Krane sind aufgerichtet, Kabel und Kameras werden verbaut. Die vollständige Inbetriebnahme des Terminals ist für Mitte 2027 vorgesehen.
Am INFRA-Terminal in Wels hat die Montage zweier neuer Portalkrane begonnen. Ihre Anlieferung markierte einen weiteren Meilenstein beim Ausbau.
53 Lieferungen brachten die Bauteile zum Terminal. Dazu gehörten vier Hauptträger, die bis zu 39 Meter lang und bis zu 41 Tonnen schwer sind. Die Anlagen wurden zunächst am Boden zusammengesetzt und stehen inzwischen aufrecht. Im Terminal werden 56 Kameras montiert, hinzu kommen zehn Kilometer Kabel.
Neue Technik soll den Betrieb verbessern
Nach der Inbetriebnahme kommt den Portalkranen im Terminal eine zentrale Rolle zu. Sie ermöglichen, den Güterverkehr künftig effizienter und mit höherer Leistungsfähigkeit abzuwickeln. An den Ein- und Ausfahrten sollen künftig kameraüberwachte Durchfahrtssysteme und selbsttätige Abläufe für mehr Transparenz, Sicherheit und Effizienz im Betrieb sorgen.
Rund 68 Millionen Euro wenden die ÖBB und die Europäische Union zusammen für den Ausbau auf. Die ÖBB und die Europäische Union wollen den Standort für den europäischen Güterverkehr zu einer zeitgemäßen, digital verbundenen Drehscheibe machen. Derzeit erfolgen Anpassungen an den Umschlagflächen. Im Terminalgebäude werden außerdem die Steuerstände für die Fernsteuerung ausgebaut. Seit Oktober 2025 wird das Gebäude für Verwaltung und In-Gate genutzt. Für Mitte 2027 ist geplant, dass das Terminal nach seiner Erneuerung zur Gänze den Betrieb aufnimmt.
Im Zuge des Ausbaus erhalten die Ladegleise zusätzliche Länge, außerdem wird die Kranbahn ausgebaut. Dadurch lässt sich die Abfertigung beschleunigen, Züge bleiben kürzer stehen und die vorhandenen Kapazitäten können besser ausgeschöpft werden. Die ÖBB erwarten sich von moderner Umschlagtechnik und optimierten Abläufen außerdem einen höheren Güterumschlag in kürzerer Zeit und mit geringerem Aufwand.
Durch die direkte Anbindung an die Weststrecke können Güterzüge den Terminal künftig von beiden Seiten erreichen. Laut ÖBB vereinfacht das die Betriebsabläufe und steigert die Leistungsfähigkeit des Standorts. Das Terminal leistet damit nach Angaben der ÖBB einen Beitrag zur Verlagerung von Transporten von der Straße auf die Schiene.
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